Neue Harvard-Studie über das Glück jenseits der 50: Das Beste kommt noch!
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Es ist eine der umfangreichsten Umfragen zum Befinden des Menschen, die je gemacht wurden: Mehr als 200.000 Menschen aus 22 Ländern und sechs Kontinenten wurden befragt, in welcher Lebensphase es ihnen besonders gut ging oder geht.
Ergebnis: Viele Menschen blühen erst jenseits der 50 auf. Mein gesunder Menschenverstand jubiliert: wie schön!
Wann ist der „schönste Tag des Lebens“?
Die Untersuchung nennt sich „Global Flourishing Study“ der Harvard Universität – eine viel bessere Adresse gibt es nicht. Die Süddeutsche Zeitung hat zuerst darüber berichtet. Die Fragen der Untersuchung bezogen sich auf das subjektive Wohlbefinden, wie die Kindheit war, welchen Lebenssinn man sieht, wie die finanzielle Situation gerade ist. In fast allen abgefragten Ländern erhöhte sich mit dem Alter die Lebenszufriedenheit.
Kaum eine Rolle spielte der Satz: „Der Hochzeitstag war der schönste Tag des Lebens“. Denn die beste Zeit des Lebens ist für die allermeisten Menschen mit den jungen Jahren nicht vorbei. Vielmehr blühen die Menschen im Herbst ihres Lebens noch einmal so richtig auf, fand die Umfrage heraus. In den meisten Ländern der Studie, darunter Deutschland, Australien, Brasilien und die USA, erhöht sich mit dem Alter die Lebenszufriedenheit. In anderen Ländern, darunter Japan und Kenia, gibt es dagegen eher eine U-Kurve in den Lebensläufen der einzelnen Menschen: Die Blüte ist also im Frühling und Herbst des Lebens am größten – in der Jugend und im Alter.

In der Studie der Harvard Universität spielte der Hochzeitstag kaum eine Rolle.
Das Blütegefühl sinkt selten mit dem Alter
Nur in wenigen Ländern, darunter Polen und Tansania, sinkt das Blütegefühl mit dem Alter. Deutsche Fachleute überraschen die positiven Seiten des Älterwerdens nicht. „Wir wissen aus der Fachliteratur bereits, dass die Lebenszufriedenheit und auch die Resilienz, die psychische Widerstandskraft, mit dem Lebensalter eher zunehmen“, sagt der Psychiater Klaus Lieb, Direktor des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung in Mainz. „In dieser Lebensphase gelingt es Menschen oft besser, das, was war und was noch bleibt, gut einzuordnen und das Positive darin zu sehen.“ Viele Menschen hätten sich konsolidiert, wenn sie den 50. Geburtstag hinter sich haben: Sie haben einen Beruf, eine Familie, ein ordentliches Auskommen. „Man muss sich dann nicht mehr so arg beweisen und kann sich wieder anderen Dingen zuwenden, die einem auch wichtig sind.“

Die Lebenszufriedenheit und auch die Resilienz steigen mit zunehmendem Lebensalter laut der Studie.
Ältere Menschen, so die Studie, beschäftigen sich weniger mit der Zukunft und müssen sich oft weniger um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und das Wohlergehen der Familie auch in finanzieller Hinsicht sorgen.
Die Jungen sind oft depressiv
Merkwürdiger Gegensatz in der Global Flourishing Studie: Das Wohlbefinden unter jüngeren Menschen ist in vielen Ländern auffällig gering. „Im Alter von 18 bis 49 Jahren zeigen die meisten Menschen wenig Blüte, erst danach steigt sie“, schreiben die Wissenschaftler um Vander Weele in ihrer Publikation. Die Ergebnisse passen in das Bild von stark steigenden Depressionsraten unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit 2014. Das niedrige Wohlgefühl schon in jungen Jahren könne für die junge Generation und die ganze Gesellschaft nachhaltige Probleme bringen, die man heute noch nicht einschätzen könne, sagen die Forscher.

Das Wohlbefinden unter jüngeren Menschen ist in vielen Ländern auffällig gering.
Mein gesunder Menschenverstand möchte den traurigen jungen Leuten zurufen: Die Harvard-Studie beweist, was viele Menschen erlebt haben und noch erleben werden: Das Beste kommt noch – habt Geduld!
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