Liedermacher Stephan Sulke: „Der Islam ist einfach nicht kompatibel mit unseren westlichen Werten“
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Nicht nur Boomer kennen den größten Hit des Chansonniers Stephan Sulke, „Uschi, mach kein Quatsch“. Und dann waren da noch „Der Mann aus Russland“, „Ulla“, „Tom“ und „Der Typ von nebenan“.
Sulke hat sich in das musikalische Gedächtnis der Bundesrepublik gesungen. Politisch waren seine Songs höchstens indirekt. Auch in Interviews hält Sulke sich mit Anmerkungen zur Lage der Zeit zurück. Umso mehr lässt aufhorchen, was der in Shanghai als Sohn Berliner Juden geborene Texter und Komponist jetzt dem Cicero anvertraute.
In einem langen Gespräch drückt Sulke seine größte Sorge aus: dass die Aufklärung abdanke, dass die Freiheit sich zurückziehe. Wie ein Blick in eine andere Welt klingt es, wenn Sulke von seinen Anfängen in den 1970er Jahren berichtet und sagt: „Meine Generation war ‚links‘, aber ‚links‘ war, gegen das System zu sein.

Liedermacher Stephan Sulke 1985 im Berliner Theater des Westens.
Der Islam als „welterobernde Weltanschauung“
Es spielte überhaupt keine Rolle, ob die Regierung politisch rechts oder links war, wir waren einfach gegen die da oben, die uns was befehlen wollten. Im Grunde waren wir Anarchisten.“ Tempi passati, lange ist es her. Vom Gendern hält Sulke wenig – „Wie kann jemand, der sogenannten Rock ’n’ Roll macht, ‚Künstler:innen‘ schreiben? Was ist das für eine Unterwerfung?“–, vor allem aber bekümmert ihn die Gegenwart als „freiheitsfeindliche Zeit“.
Dazu zählt Sulke eine Politik des Boykotts gegenüber der AfD, statt „diese Leute in die Verantwortung“ zu nehmen, damit sie sich beweisen können. Geradezu melancholisch werden Sulkes Gedanken beim Islam. Es halte sich grundsätzlich um „eine welterobernde Weltanschauung. Es gibt keinen moderaten Islam, denn letztlich dominiert die Ideologie der Muslimbruderschaft, von der ja auch ISIS, Hamas und so weiter alle abstammen. Der Islam ist einfach nicht kompatibel mit unseren westlichen Werten.“ Sulke traut sich was. Er gehört zur selten gewordenen Kategorie von Künstlern, die ihrem eigenen Stern folgen.
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