Steuergeld für „Correctiv“: Staatsjournalismus ist kein Journalismus, sondern Regierungs-Propaganda
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„Journalismus ist, zu drucken, was andere nicht gedruckt haben wollen. Alles andere ist Propaganda“, hat der Schriftsteller George Orwell („1984“) einmal gesagt und damit die Geisteshaltung freier und kritischer Berichterstattung gültig definiert. Und was für die geistige Unabhängigkeit gilt, gilt für die finanzielle umso mehr.
Um es klar zu sagen: Journalisten, die Geld vom Staat bekommen, sind keine. Staatsjournalismus ist kein Journalismus, sondern Regierungs-Propaganda.
Die Pressefreiheit ist ein Schutz- und Abwehrrecht gegen den Staat, keine Lizenz zum Lohnschreiben. Wenn der Staat Informationen an die Bürger bringen oder sein von vielen Menschen vermeintlich sträflich ignoriertes, segensreiches Wirken gern darstellen möchte, hat er Pressestellen und in der Regel auch hinreichend Steuergeld, um PR-Agenturen zu bezahlen. Journalismus, der Zuschüsse von den Mächtigen bekommt, steht unter Verdacht. Und zwar zu Recht!

Auch das Recherche-Kollektiv Correctiv profitiert von Staatsgeldern
Man mag einwenden, dass Journalisten nicht zwangsläufig das Lied desjenigen singen müssen, deren Brot sie essen. Doch den Verdacht gänzlich entkräften – das können sie auch nicht. Und wenn, wie im Falle von „Correctiv“ und dem vermeintlichen Geheimtreffen von Potsdam, am Ende die für die Recherche zahlende Bundesregierung zu Demonstrationen aufruft, an denen auch Vertreter der Regierung teilnehmen, dann machen sich Journalisten zu Wasserträgern und Propagandisten der Macht.
Damit es keine Missverständnisse gibt: Medien sind Tendenzbetriebe und dürfen durchaus eine Meinung haben, die sie – getrennt von der Berichterstattung – durchaus pointiert vertreten können. Sich von Regierungen oder anderen amtlichen Stellen bezahlen zu lassen, ist etwas gänzlich anderes: ein Tabubruch! Während wir inzwischen auf jedem Keks eine Ernährungsampel haben und an der Fleischtheke die Herkunft vom Rinderhack bis auf die letzte Wiese verfolgen können, muss man die Risiken und Nebenwirkungen von staatsfinanzierten Medien meist im Kleingedruckten suchen. Kann Spuren von Verlautbarungen enthalten.
Und es ist mehr als gesund, darauf allergisch zu sein!
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