Was haben Sie gegen Deutschland, Frau Roth?
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Der Meister der Geschichtsfälschung war Sowjet-Diktator Josef Stalin. Personen, die in Ungnade gefallen waren, ließ er aus Fotos heraus manipulieren. Ihr Name tauchte in keiner Zeitung mehr auf, in den Archiven wurden sie unkenntlich gemacht.
Man möchte meinen, dass Geschichtsklitterung heute nicht mehr möglich ist. Falsch! Auf andere Weise, man könnte sie eleganter nennen, hat Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) das bewiesen. Aus dem „Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“, das ihr untersteht, wurde das „Bundesinstitut für Kultur und Geschichte im östlichen Europa“.

Stilecht im Hijab: Claudia Roth zu Besuch im Iran
Deutschland? Wird gestrichen
Eine Kleinigkeit? Das Gegenteil. Die Deutschen in Osteuropa – das waren die mehr als zehn Millionen Vertriebenen aus ihrer Heimat, den ehemaligen deutschen Ostgebieten wie Schlesien, Sudetenland, Pommern und anderen. Ihre blutige Vertreibung ist unzertrennbarer Bestandteil unserer Geschichte. Das Wort „Deutschland“ wird also herausgestrichen. Claudia Roth begründete das auf Anfrage nicht. Sie sagte nur, beide Seiten hätten sich darauf geeinigt.
Wie merkwürdig: Kaum einer setzt sich derart für die Rechte von Minderheiten ein wie die Grünen. Die ehemaligen Vertriebenen sind aus biologischen Gründen auch eine Minderheit – die meisten von ihnen sind inzwischen verstorben. Die Neue Zürcher Zeitung schreibt: „Keiner anderen Partei ist es so wichtig, dass Minderheiten in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Aber wenn es um deutsche Minderheiten geht, ist alles anders.“
Wichtiger sind den Grünen offensichtlich Minderheiten aus anderen Ländern. Unvergessen die Sätze von Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise sagte sie: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich sage euch eins: Ich freu mich drauf. Vielleicht auch, weil ich schon mal eine friedliche Revolution erlebt habe. Dieses hier könnte die sein, die unser Land besser macht.“

Claudia Roth (Grüne) beim CSD – zusammen mit dem Queer-Beauftragten Sven Lehmann
Unkontrollierte Zuwanderung ist keine „friedliche Revolution“
Mein gesunder Menschenverstand weiß: Es war und ist keine friedliche Revolution, und unser Land hat die zum Teil unkontrollierte Zuwanderung nicht besser gemacht, das denkt heute auch kein vernünftiger Mensch mehr. Aber noch etwas anderes ist bemerkenswert – das Wort Deutschland verschwindet einfach so aus dem Roth-Institut, als wäre es nie da gewesen. Was haben Sie gegen Deutschland, Frau Roth?
Vielleicht ist dies eine Erklärung: Schon öfter in ihrem politischen Leben ist Claudia Roth durch deutschfeindliche Äußerungen aufgefallen. Im Mai 1990 demonstrierte die damalige Europaabgeordnete unter dem Motto „Nie wieder Deutschland“ gegen die deutsche Wiedervereinigung. 2015 marschierte Claudia Roth, inzwischen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, bei einer Demonstration hinter einem Block Linksradikaler, die Parolen wie „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ und „Deutschland, verrecke“, skandierten, wie der Bayernkurier berichtete. Partei-Kollege Robert Habeck, damals Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, in einem seiner Bücher: „Patriotismus, Vaterlandsliebe also, fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.“
Das hat er offenbar mit seiner Parteikollegin Roth gemeinsam. Wie traurig.
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