Was unsere Kinder immer trauriger macht: Schokohasen werden immer teurer
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Wenn die Osterhasen weinen könnten, dann würde sie es jetzt vielleicht tun: Der Kakao-Preis auf dem Weltmarkt stieg auf 10.000 US-Dollar pro Tonne – Schokolade ist deshalb so teuer wie seit 20 Jahren nicht mehr. 2023 lag er noch bei rund 2600 US-Dollar pro Tonne.
Was so abstrakt klingt, ist für unsere Kinder leider bittere Realität: weniger Osterhasen für das gleiche Geld. Der Grund ist irrerweise Regen. Genauer gesagt: der Regen in Ghana, im Hauptanbaugebiet von Kakao. Dort betrug die Regenmenge 26,7 Millimeter pro Tag. So wurde weniger geerntet – und unsere Schokolade wurde teurer!
Was wäre das Leben ohne Schokolade?
Weil die Menschen so gerne Schokolade essen, gibt es unter den großen Herstellern jetzt regelrechte Preiskämpfe. „Die hohen Preissteigerungen beim Import von Kakao dürften sich auch auf die Erzeugerpreise für hierzulande hergestellte Schokolade auswirken“, sagt das Statistische Bundesamt. Schokoladenhersteller wie Lindt und Milka haben in den vergangenen Wochen prompt höhere Preise für Schokolade angekündigt. Man wolle aber nicht nur Preiserhöhungen, sondern auch eine „Änderung der Stückgewichte“ durchsetzen, so ein Sprecher des Lebensmittelkonzerns Mondolez, zu dem auch Milka gehört. Das heißt auf gut Deutsch: weniger Schokolade für mehr Geld.
Müssen unsere Kinder also leiden, weil es in Ghana zu viel geregnet hat? Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Die Versorgung mit Süßwaren, also auch mit Osterhasen, ist eine Art Grundversorgung. Was wäre das Leben ohne Schokolade? Dass Zahnärzte diese Frage anders beantworten, weiß ich. Und natürlich haben sie recht – man muss das Naschen nicht übertreiben.
Trotzdem meine Bitte – und ich erlaube mir hier im Namen von Millionen Kindern zu sprechen: Schokohasen müssen bezahlbar bleiben.
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