Wenn Deutsche Befehle befolgen
Wenn Deutsche Befehle befolgen
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Wer vom Staat bezahlt wird, liebt das Kürzel: „i.A.“ – im Auftrag.
Im Auftrag handeln heißt: Ja, ich mache das – aber es ist nicht meine Entscheidung. Die Deutschen verstecken sich gerne hinter dem Kürzel „i.A.“, genau so gerne wie hinter Befehlen. Gib einem Deutschen eine Uniform und er macht alles, was der Chef sagt – egal, wie sinnlos es erscheint. Ist ja nicht meine Entscheidung, der Befehl kam von ganz oben, ich handele hier nur im Auftrag.
Die Berliner Polizei liefert gerade ein Parade-Beispiel dafür, wohin dieser Kadavergehorsam führt. Die Beamten haben in der vergangenen Woche im Stadtteil Friedrichshain Plakate von einer Litfaßsäule entfernt, die die von den Hamas-Terroristen entführten Menschen zeigen. „ENTFÜHRT“ steht in Großbuchstaben auf den Zetteln, darunter die Gesichter und Namen der jüdischen Kinder und Erwachsenen.

Noch immer werden jüdische Kinder und Erwachsene in Israel vermisst.
Wie kommt man auf die Idee, die Gesichter entführter jüdischer Kinder von einer Litfaßsäule zu reißen? Die amtliche Begründung: Man habe den „Verdacht unberechtigter Plakatierung“ gehabt und sei entschlossen zur Tat geschritten. Die Beamten eines Streifenwagens hätten die Plakate entdeckt und festgestellt, dass sie „kein Impressum im Sinne des Pressegesetzes hatten“. Der Fall werde gerade intern geprüft.
Jeden Tag fahre ich durch Berlin und komme durch keinen U-Bahnhof, in dem nicht wild plakatiert alles Mögliche kommentiert oder beworben wird. An jedem Laternenmast hängt eine politische Botschaft. Ein Impressum habe ich noch nie gesehen. Genau so wenig wie einen Polizisten, der die wild geklebten Plakate abknibbelt.
Das ist die Berliner Polizei. Sie handelt dort, wo sie es nicht sollte – und unterlässt es, wo sie handeln sollte. Es ist dieselbe Polizei, die in den vergangenen Wochen im Stadtteil Neukölln tatenlos neben einer Meute tanzender Muslime stand, die den Mord an tausenden Juden frenetisch bejubelte. Es mögen nicht dieselben Beamten sein. Aber sie eint ein Geist, der ihnen von oben vorgelebt wird: Plakate von entführten Juden entfernen wir – Muslime, die den Terror feiern, lassen wir gewähren.

Die Polizei ließ in Neukölln Demonstranten gewähren, die den Tod von Juden feierten.
Was ich damit sagen will: Diese Beamten handeln im Auftrag, sie fühlen sich wahrscheinlich noch nicht einmal verantwortlich für ihr Tun. Sie stecken in einer Uniform und handeln so, wie ihre Vorgesetzten es vorleben. Sie machen exakt das, was von ihrer Führung erwartet wird.
Pro-Israel-Demos mussten abgesagt werden, weil die Polizei sie nicht schützen konnte. Jedes Jahr marschieren beim Al-Quds-Tag tausende Israel-Hasser durch die Hauptstadt und fordern die Auslöschung des Judenstaats, die Polizei lässt sie jedes Jahr gewähren. Es gibt unzählige großartige Polizisten in diesem Land, die uns jeden Tag beschützen und sicher schlafen lassen. Aber der Berliner Polizeiführung scheint irgendwo der Kompass verloren gegangen zu sein. Er sollte dringend neu kalibriert werden.
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