Wie der BR ein Kinderbuch über Freiheit niederschreibt, um einen unliebsamen Autor zu verunglimpfen
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In einem Artikel mit dem Titel „Faktenfuchs: Wie Verschwörungsgläubige junge Menschen erreichen“, schreibt der BR das Kinderbuch „Friedrichs Traum von der Freiheit“ nieder. Wer liest, wie krampfhaft und unbeholfenen die selbsternannten Fakten-Checker ihre Kritik formulieren, erkennt sofort, dass sie substanzlos ist und nur ein Ziel verfolgt: Einen unliebsamen Autoren zu verunglimpfen und einzuschüchtern.
„Die Geschichte enthält Denkmuster, die typisch für Verschwörungsglauben sind“: Das schreibt der „BR Faktenfuchs“ über das Kinderbuch „Friedrichs Traum von der Freiheit“.
Ich habe das Buch vor einiger Zeit mit meiner Tochter gelesen, und wir beide mochten es sehr. Dementsprechend schockiert war ich, als ich das Urteil der selbsternannten „Faktenchecker“ las.
Hier ein kurzer Abriss des Story-Plots: Der Protagonist, ein Erdmännchen namens Friedrich, bricht aus seinem Gehege aus, weil er die aufregende Welt außerhalb des Zoos erkunden will. Er wird zum alleine herumvagabundieren Individualisten, sinniert über Vor- und Nachteile des Alleinseins, beginnt nach einiger Zeit, seine Freunde und Familie zu vermissen.

Journalist und Autor Ernst Wolff bei einem Vortrag. In seinen meist in Alternativmedien veröffentlichten Beiträgen kritisiert er die Einflussnahme eines finanziell-digitalen Komplexes auf politische Entscheidungen und warnt vor einer Einführung einer digitalen Zentralbankwährung.
So weit, so banal. Was das zwangsfinanzierte Fakten-Tribunal aus der völlig harmlosen und kindgerechten Message dieses Buchs macht, kann ich nur als Hexenjagd auf den Autor werten. Ernst Wolff wurde schon einmal vom BR „analysiert“, er sei eine „Finanz-Youtuber, der Verschwörungstheorien bedient“, lautete damals das Urteil. Wie Wolff Finanz-Themen bewertet, ist allerdings für die Bewertung des Kinderbuchs vollkommen irrelevant. Oder sollte es zumindest sein.
Krampfhafte, unbeholfene Kritik
Dass es den Faktencheckern einzig darum geht, ihn zu verunglimpfen, offenbart der Text selbst: Krampfhafte, unbeholfene Formulierungen, die selbst verraten, wie substanzlos die geäußerte Kritik ist.
Lesen Sie selbst: „Auf den ersten Blick handelt es sich um eine Tiergeschichte, wie man sie auch in vielen anderen Kinderbüchern findet. Im Buch wird auch keine einzelne Verschwörungserzählung wiedergegeben.“

KEINE – EINZIGE – VERSCHWÖRUNGSERZÄHLUNG. Was ist dann das Problem? Hier die Erklärung des Wahrheitsverkünder:
„Die Geschichte enthält Denkmuster, die typisch für Verschwörungsglauben sind. Zum Beispiel das psychologische Bedürfnis, sich aus der Menge herauszuheben, der Einzige zu sein, der die Erkenntnis hat.“
Typische DENKMUSTER also...
Das unangefochtene humoristische Highlight liefert dann aber „Kinderbuch-Experte @ralf25“, der „einordnet“: „Ausbruchsgeschichten wie bei 'Friedrichs Traum von der Freiheit' gibt es auch in anderen Kinderbüchern. Entscheidend ist hier der Kontext, dadurch entsteht die Message.“
Ein vulgärliberales Erdmännchen also, dessen Geschichte im Kontext eine Message mit problematischem „Denkmuster“ enthält. Das liest sich ziemlich genau wie das, was man gemeinhin als „Schwurbel“ bezeichnet.
Man sollte an diesem Punkt vielleicht noch einmal daran erinnern, dass ein „Fakten-Check“ keine Rezension ist, bei der der Autor unter anderem auch seinen subjektiven Geschmack einfließen lässt, sondern damit Vertrauen einfordert, objektivierbare Fakten zu präsentieren.
Dass Bücher wie „Friedrichs Traum von der Freiheit“ niedergeschrieben werden, während das Buch von Andrea Paluch, der Ehefrau von Wirtschaftsminister Habeck unerwähnt bleibt, zeigt, wie durchideologisiert die vermeintlich faktenbasierte Analyse ist.
„Innerhalb kürzester Zeit verbrennt die Haut“
Hier ein paar Auszüge aus „Die besten Weltuntergänge“, einer Dystopie über die verheerenden Folgen des Klimawandels, die die Autorin befürchtet.
„Das Ozonschutzschild der Erde ist zerstört. Die UV-Strahlung der Sonne ist so hoch, dass es lebensgefährlich ist, draußen zu sein. Innerhalb kürzester Zeit verbrennt die Haut und löst sich auf...“
Oder: „Jede Schulwacht beginnt damit, dass die Kinder eine kleine Tablette bekommen. Es ist Vitamin D, das der Körper ohne Sonnenlicht nicht selbst herstellen kann. Es ist aber wichtig für die Knochen, die werden sonst weich.“

„Die besten Weltuntergänge“ ist eine Dystopie über die vermeintlichen Folgen des Klimawandels.
Das ist für mich Verschwörungsidelogie und Angstpädagogik par excellence, und wer seinem Kind solche Zeilen vorliest, braucht sich über Angststörungen und Depressionen nicht zu wundern.
Übrigens: Das Buch von Ernst Wolff hat seit dem Faktenfuchs-Urteil in der Amazon-Liste „Aufsteiger des Tages“ viele Tausende Plätzen wettgemacht, steht aktuell (Samstagabend) auf Platz 2. Es gibt scheinbar kaum eine bessere Werbung als negative Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen.

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