Wo ist das Mitgefühl für Israel geblieben?
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Ich gestehe, ich bin nicht objektiv. Ich liebe den Strand von Tel Aviv. Ich liebe den Karmel Markt, ich liebe das Salz im Toten Meer, ich liebe die wasserumspülten Mauern von Jaffa, ich liebe den See Genezareth, ich liebe Jerusalem.
Israel ist ein fantastisches Land mit fantastischen Menschen. Ich habe nie so lange gefeiert wie in Tel Aviv und nie so lange geweint wie in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Eigentlich müsste die ganze Welt jetzt weinen um Israel. Aber die hat sich abgewendet von diesem Land. Noch nie war Israel so einsam.

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem – die „Halle der Namen“
Israel, das verstoßene Land
Nach dem Massaker vom 7. Oktober trauerten Millionen Menschen mit Israel. Man trauerte um die Opfer, man beklagte 257 Geiseln – 134 sind bis heute in Gefangenschaft. „Heute steht Israel allein“, schreibt Welt-Autor Jacques Schuster. „Ein Paria der Weltgemeinschaft, der von seinem engsten Verbündeten, den Vereinigten Staaten, aus innenpolitischen Gründen angegriffen wird. Kein Tag vergeht, an dem nicht ein sofortiger Waffenstillstand gefordert wird. Die Geiseln – vergessen.“ Jüngsten Umfragen zufolge ist weltweit eine große Mehrheit (72 Prozent) der Ansicht, das Ermorden der Israelis am 7. Oktober sei richtig gewesen.

7. Oktober, Hamas Terror in der israelischen Stadt Sderot
Unsere Politiker Bundeskanzler Scholz und Außenministerin Baerbock reihen sich ein in jene, die Israel unsinnige Ratschläge erteilen – die sogenannte Zweistaaten-Lösung zum Beispiel, die keine Lösung sein kann, weil die Palästinenser Israel ins Meer treiben wollen. Weltweit hat sich der Hass auf Juden verstärkt seit dem 7. Oktober – und man hat das Gefühl, der Antisemitismus wird jeden Tag schlimmer. Auch in Deutschland.
Der Krieg gegen die Hamas aber ist für Israel nie eine ferne Sache. Stets wird er in Augenweite und Armeslänge geführt, wie Israel-Kenner Schuster schreibt. „Jeder, der umkommt, kommt zwei Stunden von zu Hause aus um. Eltern, die einen Sohn oder eine Tochter auf dem Schlachtfeld verlieren, fahren genau dorthin, um den letzten Augenblick zu teilen, den das Kind erfahren hat, und die Erde zu spüren, auf der es gelegen hat.“
Israel braucht keine falschen Ratschläge. Es braucht Verständnis und Mitgefühl. Vor allem aus Deutschland. Israels Sicherheit ist deutsche Staatsräson. Jetzt ist die Stunde gekommen, um das zu zeigen.
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