69 Messer beschlagnahmt – Polizeigewerkschaftler: „Immer mehr junge Männer mit Migrationshintergrund sind bereit, andere schwer zu verletzen“
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Seit dem 17. Juli gilt in Berliner Bussen und Bahnen ein Messer- und Waffenverbot. Seitdem hat die Berliner Polizei bei Kontrollen in der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) 69 Messer beschlagnahmt, berichtet die Berliner Zeitung. Diese Zahlen nannte ein Polizeisprecher. Insgesamt seien gegen Personen, die Waffen mitführten, 73 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Zum Start des Waffen- und Messerverbots waren mehr als hundert Polizisten im Großeinsatz. An diesem Tag beschlagnahmte die Polizei drei Messer.
„Jeder kann sich ausmalen, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist, weil die Polizei in den letzten Wochen gar nicht die Kapazität hatte, um hier großangelegte Showeinsätze zu fahren“, sagt Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu den 69 beschlagnahmten Stichwaffen.
Messer werden von zu Hause mitgenommen
„Messergewalt ist seit Jahren ein wachsendes Phänomen in unserer Gesellschaft, weil immer mehr, gerade junge Männer mit Migrationshintergrund, bereit sind, es dann in Gruppenauseinandersetzungen einzusetzen und andere schwer zu verletzen oder gar zu töten.“ Wenn man das ernsthaft ändern wolle, brauche es „keine einzelnen Verbotszonen, sondern ein generelles Trageverbot in der Öffentlichkeit“, sagt der GdP-Mann. „Denn Messer werden nicht in Bus und Bahn verteilt, sondern von zu Hause mitgenommen.“
Durchschnittlich 9,3-mal am Tag wird laut offizieller Polizeistatistik in Berlin ein Messer gezogen, um damit zu drohen oder zuzustechen. Nur die schlimmsten Fälle werden bekannt. Die Polizei formuliert es so: „Ziel ist es, die Angriffe mit Waffen und Messern zu verringern, für mehr Sicherheit im Personennahverkehr zu sorgen und die Kriminalitätsbelastung zu reduzieren.“
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