7.351 Straftaten, 1.338 Verletzte: Der Besuch von Fußballspielen wird immer gefährlicher
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Brutaler Trend in deutschen Fußballstadien: Die Zahl der Verletzten bei Spielen der 1. bis 3. Liga ist in der vergangenen Saison gestiegen! Das belegt ein Bericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS). Demnach hat die Polizei vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 exakt 7.351 Straftaten rund um Fußballbegegnungen gezählt. Die meisten Tatorte liegen in den Stadien. Dahinter: Stadtgebiet, Stadionumfeld, Bahnhöfe, Züge.
Dabei wurden 1.338 Personen verletzt (plus 13,8 Prozent). Darunter: 306 Polizeibeamte und 160 Ordnungskräfte – bei denen hat sich die Zahl sogar fast verdoppelt! Die Anzahl verletzter Unbeteiligter (617) ist mit minus 1,3 Prozent „marginal rückläufig“.
Bei den meisten Strafverfahren geht es um Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Landfriedensbruch oder Sachbeschädigung. Auch der Missbrauch von Pyrotechnik nimmt zu: „Die Polizei verzeichnete alleine 2.766 als Ordnungswidrigkeit sowie weitere 721 als Straftat erfasste Verstöße.“

Polizei beim Spiel Bayern gegen Dortmund am 30. März 2024.
600 Stadionverbote
Die Gewaltausbrüche haben weitere Konsequenzen: Laut ZIS-Bericht wurden in der vergangenen Saison „370 bundesweit wirksame Stadionverbote gegen Anhänger der Vereine der ersten drei Ligen ausgesprochen.“ Stand August 2024 waren also „insgesamt fast 600 bundesweit wirksame Stadionverbote in Kraft“ – ein Zuwachs von rund 76 Prozent.
Die ZIS hat ihren Sitz beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste in Nordrhein-Westfalen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU): „Randale und Krawalle haben nichts mit Fan-Kultur zu tun. Auch Pyrotechnik in Stadien bleibt eine Straftat. Bei der EM im Sommer haben wir gesehen, wie friedliche Fußballfeste gehen. Das kann die Bundesliga auch.“ Reul weiter: „Die Polizei unterstützt, aber die Zahlen zeigen wieder, dass Vereine und Stadionbetreiber mehr Verantwortung übernehmen müssen. Sie müssen dafür sorgen, dass es bei den Spielen um Fußball geht und nicht um gefährlichen Nahkampf auf den Tribünen.“
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