„Einen Angriff machen“, „Menschen physisch treffen“: So ruft ein Antifa-Guru steuerfinanziert zu Terror auf
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Bei einem Treffen in Basel diskutierten radikal linke Aktivisten die Möglichkeit physischer Angriffe auf Veranstaltungen von Männlichkeits-Influencern. „Ich sehe sie als Örtlichkeiten, bei denen man aus feministischer Perspektive einen Angriff machen kann“, sagte Guido Arnold, der Kopf des anarchistischen „Çapulcu-Kollektivs“. Und: „Das wäre eine klassische Praxis an den Orten, an denen sich diese Menschen physisch treffen.“
„Ideale Angriffspunkte“
Die Debatte entzündete sich an einem Beitrag einer Teilnehmerin, der die zunehmende Radikalisierung junger Männer durch Männlichkeits-Influencer thematisierte. Sie beschrieb, wie Plattformen wie YouTube oder TikTok Algorithmen nutzen, die Inhalte gezielt an Geschlechter ausrichten und so Polarisierung verstärken: etwa durch Videos, die Stärke, Reichtum und antifeministische Narrative propagieren. Was man denn ganz konkret machen solle, fragte die Frau, und verwies auf die gesellschaftliche Spaltung, wonach Frauen tendenziell linker und Männer rechter werden.
Arnold griff das auf und erweiterte: Solche Influencer treten nicht nur online auf, sondern organisieren physische Veranstaltungen wie Kongresse oder Schulungen, für die Teilnehmer zahlen. Diese Orte sehe er als ideale Angriffspunkte, um die Szene zu schwächen und „selbstvergewissernde Elemente infrage zu stellen“. Er betonte den algorithmischen Effekt, der die Spaltung vertieft, und stellte offen die Frage, ob man dem entgegenwirken könne.
Direkt im Anschluss lenkte ein Teilnehmer das Gespräch auf verwandte Themen wie Reproduktionstechnologien, etwa Elon Musks Vision von künstlichen Gebärmüttern. Ein weiterer Diskutant radikalisierte den Ansatz und schlug physische Angriffe auf entsprechende Forschungsinstitute vor: „Wo ist denn das Institut, das genau diese Forschung von Elon Musk betreibt? Das wäre für einen physischen Angriff natürlich geradezu ausgezeichnet.“
Die „Manosphere“ wird immer erfolgreicher
Der Abend im Basler „Neuen Kino“ am 11. Januar, der unter dem Titel „Big Tech goes MAGA – eine faschistische Allianz“ stand, dauerte über vier Stunden und zog rund 30 Teilnehmer an. Arnold trat als einziger Redner auf. Seine Äußerungen, die in einem lockeren Diskussionskreis fielen, unterstreichen eine Strategie der Sabotage, die über digitale Anonymität bis hin zu realen Anschlägen reicht. Auch wurden Anleitungen zur Verfügung gestellt, wie Teilnehmer digitale und DNA-Spuren vermeiden können.
Männlichkeits-Influencer wie Jordan Peterson, Joe Rogan oder Andrew Tate verkörpern ein konservatives Weltbild und attestieren eine „Krise der Männlichkeit“. Oft betonen sie traditionelle Geschlechterrollen und ermutigen junge Männer zu Disziplin, Erfolg und Dominanz, was ihnen in den letzten Jahren große Popularität einbrachte. Die „Manosphere“ kritisiert zudem eine „woke“ Kultur und plädiert für eine „positive Männlichkeit“, die er als Gegenentwurf zu Feminismus und Diversität darstellt. In Deutschland finden sich ähnliche Figuren wie das Duo Hoss & Hopf, deren Podcast Themen wie mentale Stärke, Finanzen und Beziehungen aus einer maskulinistischen Perspektive behandelt, oder Influencer wie Maximilian Krah, der einst den Satz „Echte Männer sind rechts“ viral gehen ließ.

Andrew Tate erreicht im Internet Millionen junger Männer und gilt als der vermutliche größte Influencer der „Manosphere“.
Konspirativ, klandestin, digitalaffin
Das Çapulcu-Kollektiv, benannt nach dem türkischen Begriff für „Plünderer“ aus den Gezi-Protesten 2013, positioniert sich als tech-kritisches Netzwerk aus Aktivisten und Hacktivisten, welches Sabotageakte und Anschläge gegen kritische Infrastruktur fordert. Gegründet um 2014 steht es in Verbindung mit dem Referenten aus Basel, Guido Arnold, einem Soziologen am Institut für Sprach- und Sozialforschung in Duisburg.
Das Kollektiv publiziert Broschüren wie „Diverge“, „Disrupt“ und „Delete“ im Unrast-Verlag, die Sabotageakte gegen Technologie und Kapitalismus propagieren und von der Zerstörung von Überwachungskameras bis hin zu Angriffen auf Infrastruktur reichen. NIUS-Recherchen enthüllten ideologische Schnittmengen mit der „Vulkangruppe“, einer anarchistischen Zelle, die seit 2011 über ein Dutzend Anschläge auf Hochspannungsleitungen und Bahntrassen verübte, darunter den Berliner Blackout im Januar 2026, der 130.000 Menschen über 100 Stunden ohne Strom ließ. Beide Gruppen teilen Vokabular wie „technologischer Angriff“.
Zudem finanziert sich das Kollektiv indirekt über Steuergelder: Arnolds Institut erhielt seit 2021 projektbezogen 145.000 Euro vom Bundesbildungs- und Familienministerium, über 555.000 Euro erhielt zwischen 2020 und 2024 ein Projekt über „Demokratie leben“, bei dem auch das Institut mitwirkt. Der Unrast-Verlag erhielt weitere Förderungen in Höhe von 73.000 Euro aus Kulturmitteln. Trotz früherer Beobachtung durch den Verfassungsschutz als „Szene-Verlag“ gibt es derzeit keine offizielle Überwachung.
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