Urteil im Diddy-Prozess: Sean Combs für Prostitution schuldig befunden, wegen Sexhandels und Erpressung freigesprochen
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Im New Yorker Gerichtsprozess gegen den US-Rapper Sean „Diddy“ Combs haben die Geschworenen ein Urteil gefällt: Der 55-Jährige wurde in zwei von fünf Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter die Nötigung zur Prostitution. In den schwerwiegenderen Anklagen, wie Menschenhandel und Bildung einer kriminellen Vereinigung, wurde er freigesprochen.
Die Anklage warf Combs vor, Frauen über Jahre hinweg durch Drohungen und Gewalt zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Konkret wurde er für schuldig befunden, seine ehemalige Partnerin Casandra „Cassie“ Ventura sowie eine weitere Klägerin zur Prostitution genötigt zu haben.

In dieser Gerichtszeichnung reagiert Sean Combs, nachdem er wegen prostitutionsbezogener Straftaten verurteilt, aber von den Anklagen wegen Menschenhandels und organisiertem Verbrechen freigesprochen wurde.

Ein Unterstützer Diddy vor dem Gerichtsgebäude
Die zwölf Geschworenen – acht Männer und vier Frauen – sahen jedoch keine ausreichenden Beweise für die schwersten Vorwürfe, die Combs lebenslange Haft hätten einbringen können. Die New Yorker Staatsanwaltschaft beschuldigte den Rapper, ein „kriminelles Unternehmen“ aufgebaut zu haben, um seine sexuellen Wünsche durchzusetzen.
Mehrere Frauen berichteten im Prozess von jahrelangem Missbrauch. Combs wies alle Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig.
Nach dem Urteil drohen dem Musikmogul bis zu zehn Jahre Haft, was seine Karriere als erfolgreicher Rapper, Musikproduzent und Unternehmer beenden könnte. Das genaue Strafmaß wird Richter Arun Subramanian zu einem späteren Zeitpunkt festlegen. Combs befindet sich seit September in Untersuchungshaft; ob er bis zur Urteilsverkündung freikommt, ist noch unklar.

Diddy und seine Mutter Janice Combs bei den BET Awards 2022.
Neben dem Strafprozess sieht sich Combs zahlreichen Zivilklagen gegenüber. Eine Anwaltskanzlei in Houston vertritt rund 120 Personen, die Vorwürfe gegen ihn erheben. Der in Harlem geborene Musiker, bekannt für Hits wie „I'll Be Missing You“, zählte jahrzehntelang zu den einflussreichsten Figuren der Musik- und Modewelt.
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