„Auf zum Schlachten, die Straßen sind voller Ziele“: ISIS ruft zu Anschlägen in Deutschland auf!
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Der „Islamische Staat“ (IS) ruft auf seinen Propagandakanälen zu islamistischen Attentaten nach dem Vorbild Münchens und Villachs auf. Wie die Bild unter Berufung auf den Staatsschutz berichtet, verbreitet die Terrororganisation über die deutschsprachige Plattform „Al Saif Media“ Handlungsaufforderungen, die Muslime anweisen, mit Autos und Messern Anschläge zu verüben.
Auf dem ersten Propaganda-Bild zu sehen: ein Autofahrer vor der Windschutzscheibe, vor ihm zahlreiche Menschen, deren Köpfe im Fadenkreuz sind. Auf dem Bildschirm des abgebildeten Bordcomputers heißt es: „Auf zum Schlachten. Worauf wartest du? Die Straßen sind voller Ziele! Überfahre sie!“ Darunter werden Namen europäischer Städte aufgelistet: Berlin, München, Frankfurt, Wien, Brüssel, Antwerpen, Salzburg.

Mit diesem Propaganda-Material will ISIS junge Muslime rekrutieren.

Der Attentäter von München, Farhad Noori, fuhrt mit einem Mini Cooper gezielt in eine Verdi-Kundgebung.
„Diese Attentats-Aufforderung verbreitet sich aktuell sehr schnell bei Islamisten. Bereits seit dem Überfall der Hamas auf Israel beobachten wir ständig eine weitere Mobilisierung und Radikalisierung unter Radikalen. Und die gefährliche Strategie des IS, sogenannte einsame Wölfe zu inspirieren, die dann plötzlich selbstradikalisiert irgendwo losschlagen, scheint nun wie befürchtet vermehrt aufzugehen“, so ein Staatsschützer gegenüber Bild. „Das haben die letzten Monate mit den Anschlägen in Mannheim, Solingen, Aschaffenburg, München und Villach gezeigt. Diese Terroristen waren nicht auf unserem Radar als mögliche Gefährder.“
Karnevalsumzüge als mögliche Anschlagsziele
Wie es in dem Bericht heißt, nehmen die Sicherheitsbehörden die Anschlagspläne ernst. Besonders angesichts bevorstehender Karnevalsfeierlichkeiten und Umzüge, bei denen hunderttausende Menschen in Städten wie Köln, Düsseldorf und Mainz auf den Straßen feiern werden, befürchte man mögliche Anschläge. Auch kleinere Rosenmontagsumzüge könnten angegriffen werden – auch, weil Islamisten darin Angriffsziele sehen, die symbolisch für die westliche Art des Lebens stehen.
Die Propaganda wird dabei gezielt vor dem Hintergrund jüngster Angriffe in München und Villach lanciert. Auf einem zweiten Bild ist der grinsende Attentäter aus Villach in Kärnten, Ahmad G., zu sehen, der den Tauhid-Finger in die Luft reckt – unmittelbar, nachdem er vergangenen Samstag fünf Personen mit einem Messer angriff und dabei einen 14-Jährigen tötete. Das Plakat ist mit dem Hashtag #LetsSlaughter („Lasst uns schlachten“) versehen – und zitiert zwei Koransuren: die Sure At-Tawbah und die Sure Al-Anfal. Darin wird ein Kampf für Allah gegen Ungläubige beschworen.

Der grinsende Messerangreifer von Villach, darüber: zwei Suren aus dem Koran.
Der Villach-Attentäter G. wies dabei Merkmale einer Online-Radikalisierung auf – und berief sich auf den „Islamischen Staat“ (IS). Auch dies ist eine konkrete Befürchtung von Sicherheitsbehörden: „Gerade Jugendliche sind auf Social Media wie TikTok und Instagram sehr empfänglich für diese perfide Propaganda. Sie sind schnell zu beeinflussen, wir beobachten häufig eine rasend schnelle Radikalisierung. Nicht ohne Grund haben wir zuletzt mehrfach Anschlagsplanungen minderjähriger Islamisten verhindert“, so ein Staatsschützer.
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