Islamistischer Terror in Villach: Syrer ersticht 14-Jährigen und verletzt mehrere Personen schwer
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Ein Syrer hat am Samstag im Zentrum der österreichischen Stadt Villach wahllos Passanten mit einem Messer attackiert. Ein 14-Jähriger verstarb, fünf weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Drei Opfer müssen derzeit intensivmedizinisch behandelt werden.
Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 23 Jahre alten Syrer, der eine Aufenthaltsberechtigung für Österreich besitzt. Er wurde kurz nach der Tat festgenommen. Der Angriff ereignete sich am Samstagnachmittag im Zentrum der Stadt im südlichen Bundesland Kärnten.
Der 23-jährige habe sich „innerhalb kürzester Zeit radikalisiert“, sagte Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß am Sonntag. In der Privatwohnung hätten die Ermittler „eindeutige Hinweise auf islamistisches Gedankengut mit Bezug zum IS“ gefunden, unter anderem eine Flagge des Islamischen Staats. Die derzeitigen Ermittlungen ließen auf einen Einzeltäter schließen. Neben der Wohnung des 23-Jährigen sei eine weitere durchsucht worden. Die Polizei bestätigte auch Berichte von Zeugen, wonach er „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen hatte.

Die Polizei überwältigte den 23-jährigen Syrer, nachdem dieser mehrere Passanten mit einem Messer angegriffen hatte.
Laut Polizeisprecher hatte der junge Syrer kurz vor 16 Uhr damit begonnen, auf Passanten einzustechen. Der älteste der Verletzten sei 32 Jahre alt. Die Tat wurde von einem Zeugen beobachtet, der den Täter daraufhin mit dem Auto anfuhr. Der 23-Jährige wurde kurz darauf festgenommen. Nach ersten Informationen ist er bisher polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten.
Ein Polizeisprecher bestätigte in der Pressekonferenz: „Aus aktueller Sicht dürfte es sich um eine Heldentat gehandelt haben, ja. Schlimmeres konnte so verhindert werden.“ Ohne das mutige Eingreifen des ebenfalls syrischstämmigen Autofahrers wäre die Zahl der Opfer möglicherweise höher ausgefallen.

Villach am Samstagabend.
Ob es eine Beziehung zwischen dem Täter und den Opfern gegeben hat, war vorerst unklar. Das österreichische Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung hatte gemeinsam mit dem Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Mehrere Passanten trauern am Tatort in Villach.
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