Lieh er sich Kinder, um mehr Geld zu bekommen? Jemenitischer Frauenmörder kassierte mehr als 5600 Euro Sozialhilfe
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Lieh er sich Kinder, um mehr Geld zu bekommen? Im Fall eines jemenitischen Asylbewerbers, der im Verdacht steht, seine Ehefrau getötet zu haben, prüfen die Ermittler nun auch mögliche Betrügereien bei Sozialleistungen sowie verdächtige Geldtransfers ins Ausland.
Nach Informationen der Bild kam Danon G. 2022 als Asylbewerber nach Deutschland. 2025 zog seine Ehefrau Hezam S. mit sechs Kindern nach Bayern nach. Da die Familie den Status des subsidiären Schutzes erhielt, bestand Anspruch auf Bürgergeld. Das Jobcenter zahlte demnach für die Eheleute 1.012 Euro monatlich, für die Kinder weitere 2.307 Euro. Zusätzlich übernahm die Behörde die Miete für ein Haus mit großem Garten, nach diesen Angaben rund 2.300 Euro im Monat. Hinzu kamen Kosten für die Krankenversicherung, ebenfalls vom Jobcenter getragen. Allein aus den genannten Posten ergibt sich damit eine monatliche Unterstützung von mindestens 5.619 Euro, zuzüglich Krankenversicherung.
Wurden die Kinder „gemietet“?
Im Zuge der Ermittlungen steht indessen die Frage im Raum, ob die Kinder tatsächlich dauerhaft in dem Haushalt lebten oder ob sie gezielt „mitgeführt“ wurden, um höhere Leistungen zu beziehen. Die Bild berichtet, dass zwei der sechs Kinder nicht vom mutmaßlichen Mörder und der getöteten Mutter stammen. Das soll eine DNA-Untersuchung ergeben haben. Ein Insider erklärt gegenüber der Bild: „Es ist wohl gängig, dass Kinder im Jemen für umgerechnet rund 50 Euro an andere Jemeniten verliehen werden, die nach Deutschland flüchten. Dafür wird dann Geld überwiesen.“
Überweisungen aus Deutschland in den Jemen gelten als schwierig. Deshalb würden in solchen Konstellationen teils Konten in Drittstaaten eröffnet, etwa in Liechtenstein oder Luxemburg. Aus Ermittlersicht ist denkbar, dass dabei Helferstrukturen eine Rolle spielen könnten. Es besteht der Verdacht, dass es dafür ein organisiertes Netzwerk geben könnte.
Im Mordverfahren selbst halten sich die Behörden bedeckt
Auf Anfrage erklärte Oberstaatsanwalt Dr. Michael Meyer: „Ich bitte um Verständnis, dass ich zu weiterlaufenden Ermittlungen keine Auskunft erteilen kann.“ Ob und wie sich der Beschuldigte geäußert hat, wollte Meyer demnach ebenfalls nicht mitteilen. Die Bild berichtet, dass an der mutmaßlichen Tatwaffe DNA-Spuren des Jemeniten gesichert worden seien.
Kurz nach der Tat seien die Kinder per Beschluss in Pflegefamilien untergebracht worden. Bei einer Anhörung soll sich der mutmaßliche Täter zudem extrem respektlos gegenüber der Richterin verhalten haben.
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