Messer-Attacke in Mellrichstadt: Mann ersticht Kollegin und verletzt zwei Menschen schwer
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Bluttat am Dienstagmorgen! Auf dem Gelände einer Firma in Mellrichstadt (Unterfranken) ist es zu einer Messer-Attacke gekommen, eine Frau (59) starb.
Streifwagen mit leuchtendem Blaulicht stehen vor dem Firmengebäude, ein rot-weißes Flatterband sperrt das Gelände großräumig ab. Die Mitarbeiter des örtlichen Stromversorgers stehen unter Schock – wie viele weitere Menschen in der Region an der bayerisch-thüringischen Grenze auch. Am Morgen soll ein 21 Jahre alter Mitarbeiter des Überlandwerks Rhön in dem kleinen Ort Mellrichstadt eine Kollegin erstochen und zwei Männer schwer verletzt haben. Die Polizei nahm den Deutschen noch am Tatort fest.

Polizeieinsatz auf dem Firmengelände am Dienstagvormittag – die Mitarbeiter stehen unter Schock.
Wie genau die Tat abgelaufen ist, können die Ermittler am Tag der tödlichen Messer-Attacke noch nicht sagen. Gegen 7.30 Uhr gingen am Dienstag die ersten Notrufe zu dem Angriff bei dem regionalen Netzbetreiber ein. Polizei und Rettungsdienst rückten mit zahlreichen Kräften aus.
Mitarbeiter griffen ein
Andere Mitarbeiter des Unternehmens hatten den Angreifer da bereits überwältigt und festgehalten, so dass die Einsatzkräfte diesen in Gewahrsam nehmen konnten, wie Polizeisprecher Florian Leimbach sagte. Ob sie dadurch verhinderten, dass er weitere Kollegen verletzte, oder ob er es gezielt auf die drei Opfer abgesehen hatte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. „Zum Tatmotiv und den Hintergründen können wir aktuell keine Aussage treffen“, sagte Leimbach.

Die Polizei ermittelt die Hintergründe der Tat, das Motiv ist noch unklar.
Für eine 59-Jährige kam jede Hilfe zu spät: Die Frau starb noch am Tatort. Zwei Kollegen im Alter von 55 und 62 Jahren verletzte der Angreifer schwer. Zuerst hatte die Polizei von vier Opfern gesprochen. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus.
Die Kriminalpolizei übernahm in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts. Der 21-Jährige soll laut Polizei am Mittwoch vor einen Ermittlungsrichter am Amtsgericht kommen, der dann über die Untersuchungshaft entscheiden wird. Der Verdächtige wohnt laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Thüringen. Die Ermittler sicherten außerdem Spuren am Tatort und durchsuchten die Wohnung des jungen Mannes.

Das unterfränkische Mellrichstadt hat 5.500 Einwohner. Die Bluttat ereignete sich in den frühen Morgenstunden.
Mellrichstadt liegt im Landkreis Rhön-Grabfeld an der Grenze zu Thüringen.
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