Neue Spur im Fall Rebecca – Polizei durchsucht Grundstück in Brandenburg
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Sieben Jahre nach dem Verschwinden von Rebecca R. (15) verfolgt die Berliner Polizei eine neue Spur. Seit Montag wird ein Grundstück im brandenburgischen Tauche (Ortsteil Lindenberg) mit schwerem Gerät durchsucht. Im Einsatz sind die Mordkommission, technische Einheiten des Bundeskriminalamtes (BKA) sowie Dutzende Beamte der Berliner Polizei.
Die Ermittler gehen einem der 3200 Hinweise nach, die seit Rebeccas Verschwinden am 18. Februar 2019 eingegangen sind. Das nun durchsuchte Gelände wurde nach bisherigen Angaben bisher nicht untersucht. Es handelt sich um ein bebautes Privatgrundstück, auf oder hinter dem sich früher offenbar ein Friedhof befunden haben soll. Davon ist heute nichts mehr zu sehen – hinter dem Haus liegt Gartenfläche.
Aufwendige Suchaktion
Der polizeiliche Aufwand ist groß. Ein Bodenmessradar wurde auf das Gelände gebracht, außerdem kommt eine Drohne zum Einsatz. Leichensuchhunde durchsuchen Haus und Grundstück. Ziel der Aktion ist die Suche nach der sterblichen Hülle des vermissten Mädchens. Die Ermittler hatten bereits wenige Tage nach Rebeccas Verschwinden erklärt, dass sie nicht mehr von einem Überleben des Mädchens ausgehen.

Ermittler sperrten wegen des Großeinsatzes die Straße.
Schwager weiterhin Hauptverdächtiger
Auch knapp sieben Jahre nach der Tat ist Florian R. (33), Rebeccas Schwager, weiterhin der Hauptverdächtige. Die Ermittler sind überzeugt, dass er für Rebeccas Verschwinden verantwortlich ist, doch gerichtsfeste Beweise fehlen bis heute. Florian R. wurde 2019 zweimal festgenommen, ein Haftrichter lehnte jedoch jeweils einen Haftbefehl ab – der dringende Tatverdacht sei nicht ausreichend begründet gewesen.
Florian R. kennt sich gut in der Region um den Scharmützelsee aus. Seine Großmutter besaß dort ein Grundstück mit Haus. Ob er das aktuell durchsuchte Gelände in Tauche kennt oder dort Kontakte hatte, ist bisher ungeklärt. Laut Informationen sind auf dem Grundstück drei Mietparteien gemeldet.

Beamte durchforsten das Grundstück.
Ermittlungen seit Jahren ohne Durchbruch
Die neue Suche liegt in der Nähe von Orten, an denen bereits in den vergangenen Jahren nach Rebecca gesucht wurde – ohne Erfolg. Auch zuvor gemeldete Knochenfunde in der Region stellten sich 2020 und 2021 als Tierknochen heraus. 2020 fanden Jugendliche eine Decke bei Kummersdorf, die laut Ermittlern mit dem Fall in Verbindung stehen sollte. Der Fund führte zu keinem Ergebnis – die Polizei erklärte später, es habe sich nicht um die gesuchte Decke gehandelt.
Ob die aktuelle Durchsuchung neue Beweise liefert, ist offen. Die Ermittlungen dauern an.
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