ARD-Moderatorin Negah Amiri: Erst umarmt sie Klima-Aktivisten, dann fliegt sie um die Welt
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- ARD-Moderatorin feiert in hr-Sendung radikale Klima-Aktivisten
- Am Ende eines Interviews umarmt und küsst sie ihren Gast
- Danach fliegt die Moderatorin in den Urlaub.
Es ist das skurrile Ende eines Interviews: Die ARD-Journalistin Negah Amiri umarmt eine Vertreterin der radikalen Klimaschutz-Bewegung „Extinction Rebellion“, sagt „Danke, dass es dich gibt“ und drückt der Aktivistin einen Kuss auf die Wange. Nach neutraler Distanziertheit sieht das nicht aus – und passt auch nicht zu Fotos einer Flugreise, die Amiri kurz nach erscheinen des Beitrags veröffentlicht.
Hier küsst und umarmt die ARD-Moderatorin die radikale Klima-Aktivistin.
In der Sendung „Never ever“, die im Hessischen Rundfunk erscheint, befasste sich die Comedienne unter dem Titel „Sexy Klima-Aktivismus“ mit Klima-Aktivisten und der Frage, warum diese so sehr in der Kritik stehen – nicht kritisch, sondern eher kritisch mit der Kritik an den radikalen Aktionen. Der Blog „Apollo News“ hatte zuerst darüber berichtet. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer kritisiert: „Muss wohl diese Ausgewogenheit und Unparteilichkeit sein.“
Amiri macht kein Geheimnis daraus, dass ihr ARD-Beitrag reiner Aktivismus ist: „Ich persönlich betreibe Aktivismus auf meine Weise und benutze meine Ressourcen: Comedy und meine Reichweite. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Sendung zum Nachdenken angeregt hat. Und jeder kann ja für sich überlegen, wie er seinen Part dazu beitragen kann“, sagt sie am Ende des 25-minütigen Beitrags.
Zuvor inszenierte sie ein Rap-Video, in dem sie in der Strophe „Besteig mich wie dein Lastenbike und dann ab zum Klimastreik“, im Refrain „Klima-Aktivismus bringt mich zum Orgasmus“, singt und danach mehrfach stöhnt.
Das Rap-Video der ARD-Moderatorin über Klima-Aktivismus
Klima-Aktivisten herzen – und dann in den Urlaub fliegen
Was dazu nicht passt: Ein halbes Dutzend Urlaubsfoto-Serien – aus fernen Destinationen wie Los Angeles, Gran Canaria oder London – die die Moderatorin ihren 140.000 Followern stolz bei Instagram präsentiert. Der Rundfunk-kritische „ÖRR-Blog“ hatte die Diskrepanz zwischen Beitrag und den Reisen der Moderatorin aufgedeckt.

Eine Kollage unterschiedlicher Flug-Reisen von Negah Amiri (Quelle: Instagram @negah_amirii /ÖRR-Blog)
Stolze zwölf Tage nach Erscheinen des Beitrags beim hr zeigt sich Amiri im knappen Outfit vor einer riesigen Yacht, die Ortsmarke nennt die türkische Metropole Istanbul – dass die Comedy-Frau die 2500 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt hat, darf bezweifelt werden.
Immer wieder fallen Aktivisten durch Doppelmoral auf: Wenn sie sie ihre radikalen Forderungen an die Gesellschaft nicht im Ansatz bei sich selbst umsetzen. Besonders bekannt wurde eine Fall zweiter Klimakleber der sogenannten „Letzten Generation“, die nicht zu einer Gerichtsverhandlung erschienen warn, weil sie sich im Urlaub auf der mehr als 10.000 Kilometer entfernten Sonnen-Insel Bali befanden. Ausrede: Sie seien dort als Privatpersonen.
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