Auslands-Berichte von ARD & ZDF: Fake News und Ideologie für das links-grüne Weltbild
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Das Vertrauen in ARD und ZDF ist aufgrund der einseitigen und verfälschenden Berichterstattung in Deutschland stark gesunken.
Aus dem über 8 Milliarden Euro schweren Budget von ARD und ZDF werden auch unzählige Korrespondenten auf der ganzen Welt finanziert. Mit über 100 Auslandskorrespondenten in 31 Auslandsstudios unterhält alleine die ARD eines der größten Korrespondenten-Netze der Welt. Das ZDF kommt zusätzlich auf 18 Auslandsstudios.
Umso wichtiger einmal zu überprüfen, ob das, was berichtet wird, wirklich stimmt. Blicken wir anhand aktueller Beispiele auf die Berichterstattung:
Erstaunliche Erkenntnisse zu Panama
Am vergangenen Sonntag fanden in Panama Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Für die Tagesschau berichtete Anne Demmer aus Mexiko-Stadt über diese Wahlen. Mexiko-Stadt liegt mehr als 3000 Kilometer von Panama entfernt.
Sie kam zu erstaunlichen Schlüssen über die Situation in Panama:
- Es gibt eine zunehmende Verarmung in Panamá.
- Ein Ex-Präsident ist ein Rechtspopulist.
- Das Unterbinden illegaler Migration von 500.000 Migranten pro Jahr (bei einer Bevölkerungszahl von 4,5 Millionen in Panama) ist im Bericht das „Schüren von Ängsten“.
- Kein Präsidentschaftskandidat hat eine Lösung für die Probleme.
Ich lebe selber in Panama und kenne die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation hier gut. Es hat mich regelrecht vom Hocker gehauen, diese Behauptungen zu lesen.

Auszug aus einem Tagesschau-Artikel vom 5.5.2024
Gibt es eine „zunehmende Verarmung“ in Panama?
In Panama hat es in den letzten Jahrzehnten keine „zunehmende Verarmung“ gegeben, sondern ein massives Wirtschaftswachstum, starke Lohnsteigerungen bei einer niedrigen Inflation.
Tatsächlich war das Wirtschaftswachstum über den Zeitraum von 1990 bis 2024 das höchste aller Länder in Nord-, Mittel- und Südamerika! Die reale Wachstumsrate lag in den allermeisten Jahren zwischen 4 und 6 Prozent.
Über die letzten 9 Jahre lag die Inflation durchschnittlich bei unter 1 Prozent. Davon können die allermeisten Länder auf der Welt nur träumen. In den letzten 20 Jahren hat sich das Lohnniveau um über 248 Prozent gesteigert. Die Arbeitslosenrate liegt bei vergleichsweise niedrigen 6,7 Prozent.

Bruttoinlandsprodukt von Panama von 1990 bis 2023
Die von der Tagesschau festgestellte „zunehmende Verarmung“ zieht seit Jahrzehnten hunderttausende Menschen aus den sozialistischen Ländern Venezuela und Nicaragua an. Auch aus Kolumbien kommen – nach dem Verständnis der Tagesschau – hunderttausende, weil die Menschen in Panama verarmen und man daran teilhaben möchte. Tatsächlich ist genau das Gegenteil wahr.
Rechtsstaatliche Migrationspolitik ist das „Schüren von Ängsten“?
Neben den vielen legalen Migranten, die aus wirtschaftlich katastrophalen oder unsicheren Ländern nach Panama kommen, um zu arbeiten (so etwas wie das Bürgergeld gibt es hier nicht), durchquerten im letzten Jahr 500.000 Menschen Panama auf dem Weg in die USA.
Panama ist ein Staat, in dem das geschriebene Recht deutlich mehr gilt, als in vielen anderen lateinamerikanischen Staaten. In einem Rechtsstaat wird illegale Migration verfolgt und unterbunden. Wenn das Volk und die Staatsführung nicht möchten, dass hunderttausende Menschen durch Panama marschieren, dann ist das nicht das „Schüren von Ängsten“, sondern schlicht eine rechtsstaatliche Politik.
Das eigentliche Problem der Tagesschau scheint zu sein, dass Panama nicht den ideologischen Wünschen der Autorin folgt.
Rechtspopulistische Präsidenten in Panama?
Im besten ARD & ZDF-Stil werden in der Berichterstattung nun auch die Mitte-Rechts-Politiker in Panama zu „Rechtspopulisten“. Wie kann es auch anders sein?
Den Begriff „Rechtspopulist“ habe ich in Panama überhaupt noch nie für einen Kandidaten oder Ex-Präsidenten gehört. Tatsächlich wissen die meisten Menschen in Panama nicht, was „rechte“ oder „linke“ Politik ist. Diese Begriffe kommen nicht in der Debatte vor. Es geht gewöhnlich um Sachthemen und vor allem Personen.
Was in Panama anders ist: Es gibt hier keine wirklichen Linken in der Politik. Vielleicht ist dies das wahre Problem der Tagesschau.

Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Panama; kein Kandidat war links
Daran schließt sich auch die Behauptung von Frau Demmer an, dass keiner der Kandidaten eine Antwort auf die drängenden Probleme hat. Wenn es drängende Probleme in Panama tatsächlich gibt, dann ist es keine vermeintliche Verarmung, sondern das Fehlen von Infrastruktur und guter öffentlicher Schulbildung.
Genau zu diesen Themen haben die Kandidaten durchaus Vorschläge unterbreitet. Der gewählte Präsident José Raul Molino möchte beispielsweise eine Bahnverbindung durchs Land bauen und die Schulbildung zwei- bis dreisprachig gestalten. Einfach zu behaupten, dass niemand eine Antwort auf die „drängenden Probleme“ hat, zeigt, dass man sich nicht mal die Mühe gemacht hat, sich mit der Politik in Panama auseinanderzusetzen.
Berichterstattung über Panama ist kein Einzelfall
Die eindeutig ideologische Berichterstattung über Panama ist allerdings kein Einzelfall. Blickt man insgesamt auf die Berichterstattung über Lateinamerika, stellt man fest, dass kaum wirklich Bericht erstattet wird, sondern nur die jeweils passende Weltanschauung publiziert wird.
Fast alles dreht sich um die „Klimakrise“ oder die schwierigen Bedingungen für illegale Migranten. Nahezu nichts erfährt man zu den realen wirtschaftlichen oder politischen Entwicklungen, abseits von dem, was die jeweiligen Journalisten persönlich interessiert. Vom wirklichen Leben der Menschen hier in Lateinamerika könnten diese Berichte kaum weiter entfernt sein.
Besonders drastisch fiel die Berichterstattung über Argentinien nach der Wahl des libertären Präsidenten Milei aus. Natürlich wurde Milei direkt als „Rechtspopulist“ gebrandmarkt, so wie der Ex-Präsident von Brasilien Bolsonaro als „Rechtsextremist“ bezeichnet wurde.
Weniger als 8 Monate im Amt wird Milei bereits für die Zustände verantwortlich gemacht, die seine (politisch linken) Vorgänger angerichtet haben. Über wirtschaftliche Verbesserungen wird lieber erst gar nicht berichtet. So finden sich etwa auf der Tagesschau-Homepage Berichte über den Anstieg der Inflation auf 200 Prozent – wenige Monate nach der Wahl von Milei –, aber kein einziger Artikel über den Rückgang der Inflation und der Steigerung des Vertrauens in den argentinischen Peso.

Der reale Wechselkurs des argentinischen Peso hat in den letzten 3 Monaten deutlich zugelegt.
Auch war der erste ausgeglichene Staatshaushalt seit Jahrzehnten in dem von Staatspleiten geprägten Argentinien, bereits wenige Monate nach der Wahl von Milei, keinerlei Erwähnung wert. Andere ausländische Medien berichteten ausführlich darüber.
Guter Journalismus ist wertvoll
Es ist unfassbar traurig, dass die Deutschen kein Vertrauen in die Auslandsberichterstattung von ARD und ZDF haben können, sondern davon ausgehen müssen, dass die Berichte falsch oder ideologisch geprägt sind. Es ist schlicht ein Skandal, dass die Deutschen dafür auch noch eine Zwangsabgabe zahlen müssen.
Guter Journalismus liefert wichtige Informationen, die für Entscheidungen von Bürgern und Unternehmen wichtig sind. Werden Entscheidungen aufgrund von falschen Informationen getroffen, zieht das nicht selten erheblichen Schaden nach sich.
Auch bewahrt guter Journalismus deutsche Bürger vor peinlichen Momenten im Ausland, wenn sie feststellen, dass die Realität doch ganz anders ist, als ihnen bisher vermittelt wurde ...
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