„Café-Besitzer*innen“ sollen Gäste ausspionieren: CDU finanziert Stasi-Spitzel- und Anti-Rechts-Spiele für Kinder mit über 400.000 Steuergeld
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Die Film- und Medienstiftung NRW fördert dieses Jahr fünf Videospiele von teils linksradikalen Produktionsfirmen zur „Prävention von Desinformation und Radikalisierung“ mit über 400.000 Euro Steuergeld. In einem Spiel sollen Kinder als „aufstrebende Café-Besitzer:in“ ihre Gäste ausspionieren. Die Film- und Medienstiftung war kürzlich durch den Vetternwirtschaft-Skandal um den Habeck-Propagandafilm „Jetzt.Wohin“ in die Kritik geraten.
In dem Spiel „Beans“ sollen Kinder und Jugendliche sich im „gemütlichen Life Sim“ als „aufstrebende Café-Besitzer:in“ behaupten. Einerseits sollen sie den Ort „in einen beliebten Treffpunkt“ verwandeln. Andererseits sollen sie durch „aufmerksames Zuhören“ ihre Gäste ausspionieren und so eine „unsichtbare Welle radikaler Gedanken und Fehlinformationen“ aufdecken, „die begonnen hat, die Gemeinde zu unterwandern“.
Die landeseigene Filmstiftung unter Aufsicht von Nathanael Liminski (CDU) fördert das Spiel der Kölner Produktionsfirma Good Evil im Rahmen seines „Programms zur Prävention von Desinformation und Radikalisierung“ mit 77.000 Euro Steuergeld. Insgesamt steckte sie dieses Jahr 415.690 Euro Steuermittel in das Programm.

In „Beans“ sollen Jugendliche und Kinder andere Menschen ausspionieren.
Spiel, um „Mitspieler:innen zu beeinflussen – zum Guten wie zum Schlechten“
Mit 99.960 Euro Steuermitteln fördert die Stiftung das Spiel „Merkmal: Radikal“ von Studio Zweisiedlerkrebs – ein „digitales Multiplayer-Lernspiel“. Darin sollen sich Jugendliche gemeinsam gegen einen „(rechts)-radikalen Bot auf einer Social-Media-Plattform behaupten“.

Vordergründig erklärt „Merkmal: Radikal“, sich für die Demokratie einzusetzen.
Die Jugendlichen sind dabei angehalten, sich „gegen einen persönlichen Wandel zum Radikalismus zu wehren“. Hierbei sollen sie auch lernen, auf Gleichaltrige ideologisch einzuwirken: „Gleichzeitig können sie ihre Mitspieler:innen beeinflussen – zum Guten wie zum Schlechten.“

Studio Zweisiedlerkrebs bewirbt „Merkmal: Radikal“ mit einer Mitarbeiterin der Amadeu Antonio Stiftung.
Schüler sollen „Rolle von Faktenchecker:innen“ übernehmen
Mit 39.000 Euro Steuergeld fördert die Film- und Medienstiftung das Spiel „Facts!“ des Animationsstudios VAMOS Animation. Das Spiel richtet sich an „Schüler:innen ab der 4. Klasse“. Die Schüler sollen die „Rolle von Faktenchecker:innen einer fiktiven Zeitung im heutigen Deutschland“ übernehmen. Das Spiel soll im Unterricht eingesetzt werden. Lehrkräfte sollen die Schüler beim „Faktenchecken“ anleiten.
Sogenannte „Faktenchecker“ lässt zum Beispiel das linke Medienhaus Correctiv für sich arbeiten. Wegen ideologischer Voreingenommenheit und Linkslastigkeit steht das Konzept massiv in der Kritik. Teils produzieren sie – wie bei der ARD – strukturell Falschinformationen.

Auch im geförderten Animationsfilm „Das Finale“ von VAMOS Animation geht es um Zeitungen.
Im „Kommandozentrum einer mit Radikalismus konfrontierten Hauptfigur“
Mit 100.000 Euro Steuergeld fördert die Landesstiftung von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) das Spiel „Trust Division“ der Firma Critical Rabbit. Das „Multiplayer-Spiel“ soll „spielerisch erfahrbar“ machen, „wie Populismus und Radikalismus unbemerkt zur eigenen Wahrheit werden“. In einer filmisch inszenierten Geschichte steuern die Jugendlichen das „logische und emotionale ‚Kommandozentrum‘ der mit Radikalismus konfrontierten Hauptfigur“.
Das Gameplay, so die Film- und Medienstiftung, basiert auf den „Trust-Checking-Kriterien“ der linken NGO codetekt. Die ist mit dem NGO-Hub und „Haus für gemeinnützigen Journalismus“, Publix, in Berlin-Neukölln assoziiert, in dem auch Correctiv oder HateAid sitzen. In dem Haus, in dem vor allem linke bis radikal linke Organisationen anässig sind, stecken über 20 Millionen Euro Steuergeld.

Die Produktionsfirma Critical Rabbit bekennt sich zur linksradikalen Progress-Pride-Ideologie.
Wichtig sei die Schaffung einer „emotionalen Bindung“
Ebenfalls mit 100.000 Euro Steuergeld fördert die Film- und Medienstiftung NRW die App „Mekogo – Medienkompetenz to go“. Mittels Avataren und „storybasierten Kursen“ soll das Spiel der Produktionsfirma Ahoii Entertainment „Eltern, Lehrkräften und Jugendlichen“ „Themen wie sichere Mediennutzung, digitale Balance, Desinformation, Privatsphäre und Kommunikationskultur“ vermitteln.
Wichtig in dem Konzept sei die Schaffung einer „emotionalen Bindung“ zu den Jugendlichen, betont die Stiftung. So soll ihnen „Zugang zu komplexen Themen“ ermöglicht werden.

NRW-Ministerpräsident Hendrick Wüst (CDU, vorne links) ist 2025 mit Raumfahrtsministerin Dorothee Bär (CDU, vorne, zweit von links) auf der Kölner Gamescom.
Zur zweiten Förderrunde im Dezember, in der die Spiele „Facts!“ und „Mekogo“ gefördert werden, erklärte der Geschäftsführer der Stiftung, Walid Nakschbandi: „Mit dieser Förderrunde gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt im Kampf gegen Desinformation, Hate Speech und digitale Radikalisierung. Die Vielzahl kreativer Ideen zeigt, wie stark die Games-Branche in NRW Impulse für gesellschaftliche Resilienz setzen kann.“
Chefin der Förderabteilung in Vetternwirtschaft-Skandal verwickelt
Die Chefin der Förderabteilung der Film- und Medienstiftung NRW ist Christina Bentlage. Sie und die Stiftung gerieten kürzlich in die Kritik, da die Film- und Medienstiftung unter ihrer Förderleitung seit 2010 mit über 10 Millionen Euro Steuergeld Filmprojekte ihres Partners Christoph Friedel förderte.

NRW-Medienminister Liminski (CDU, zweiter von links) ist 2022 zusammen mit der Förderchefin seiner Medienstiftung Christina Bentlage (ganz rechts) auf dem Kinofest Lünen.
Christoph Friedel ist Produzent des linken Habeck-Propaganda-Films „Jetzt. Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck“ von Regisseur Lars Jessen. Die Film- und Medienstiftung NRW unter Aufsicht der CDU-Politiker Hendrik Wüst und Nathanael Liminski förderte den Film mit 75.000 Euro Steuergeld.
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