Er bekam in Solingen alles mit: „Stefan“, der mysteriöse Doppelzeuge der ARD
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Welch ein Zufall!
Ein und derselbe Solinger wird mehrfach als Zeuge rund um den islamistischen Anschlag von Sendern der Öffentlich-Rechtlichen gezeigt. Der Mann namens Stefan hat nach eigener Aussage gleich zwei hochrelevante Vorgänge selbst oder im engeren Umfeld erlebt – und taucht ein weiteres Mal bei einer Gegen-Rechts-Demo im Hintergrund auf. Im Netz wird heftig über den „Doppelzeugen“ diskutiert, es gehen gar Gerüchte herum, der Mann sei ein Kommunalpolitiker der Grünen, was nach NIUS-Informationen nicht der Fall ist.
In der „Aktuellen Stunde“ des WDR sagt Augenzeuge Stefan:
„Gestern Morgen war mein Schwager in seiner morgendlichen Runde mit dem Hund unterwegs und hat hier zu unserer linken Seite eine blutverschmierte Jacke gefunden. Daraufhin ist er ein Stück weiter hochgelaufen, wo ein Portemonnaie gefunden wurde. Bei diesem Portemonnaie war ein Aufenthaltstitel, was dann unmittelbar der Polizei ausgehändigt wurde bzw. übergeben wurde.“
Es war der entscheidende Hinweis auf die Identität des ISIS-Terroristen Issa Al H. – die Familie wohnt an mehreren Orten unweit der Stelle, an der Angreifer seine Habseligkeiten abgeworfen oder verloren hat. Bemerkenswert, dass ein Passant beim Gassigehen das hinbekam, was Dutzende Polizisten offenbar nicht gelungen war: die Jacke und den Ausweis des Angreifers zu finden.
Zur zeitlichen Einordnung: Nach seiner Tat am Freitag gegen 21:45 Uhr, bei der ein Syrer drei Menschen tötete und acht verletzte, war der Täter 24 Stunden auf der Flucht. Dabei soll er seine blutverschmierte Jacke mitsamt seinen Ausweispapieren weggeworfen haben und sich in einem Hinterhof versteckt haben.
Wenige Stunden später stellte sich Issa Al H. der Polizei – und das hat Zeuge Stefan wohl mit seinen eigenen Augen gesehen haben:
„Dann hat sich ein Mann bemerkbar gemacht, hat auch einen Streifenwagen herangezogen, hat darauf gewartet, bis die Beamten zu ihm kommen, hat die Hände hinter dem Kopf verschränkt, ist auf die Knie gegangen und hat zu den Beamten gerufen: ‚Ich bin der, den ihr sucht‘“, wird er diesmal in der Tagesschau zitiert.
Offenkundig wurden die beiden Szenen unmittelbar hintereinander aufgenommen – am Sonntag – und mehrfach von unterschiedlichen Formaten der ARD verwendet. Das heißt: Beide Aussagen stammen aus einem Interview, von dem unterschiedliche Bruchstücke in unterschiedlichen Sendungen benutzt worden waren.
Doch damit nicht genug: Der Solinger ist auch noch bei Phoenix zu sehen (ab Sekunde 15). Die Reporterin berichtet von einer Kundgebung „gegen Rechts“, die am Sonntag stattfand. Mit dabei, diesmal im Hintergrund: Stefan.
Im Netz wird bereits spekuliert, was für ein umtriebiger Solinger Stefan sein muss, dass er gleich mehrere entscheidende Momente einer Terror-Lage im engsten Umfeld miterlebt und es damit auch noch in die Tagesschau und zu anderen Sendungen schafft. Einige User legen ihm bei so vielen Zufalls-Treffern dringend ans Herz, mit dem Lottospielen anzufangen. Es ist und bleibt ein gigantischer Zufall, dass Stefan und seine Verwandtschaft die Funde von Beweisen und Festnahme des Terror-Angreifers so hautnah miterleben und davon berichten konnten – ob der räumlichen Situation zwischen Fundort, Festnahmeort und den Wohnungen der Zeugen, erscheinen die Aussagen jedoch plausibel.
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