Ex-Präsident Wulff prophezeit: 2040 werden wir 25 Jahre „Grenzen offen“ feiern
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Dieser Auftritt war vollkommen daneben! Ex-Bundespräsident Christian Wulff irritierte gestern mit absurden Aussagen im ARD-Talk bei Sandra Maischberger. „Also ich rate uns, dass wir uns den 4. September 2040 im Kalender notieren. Das kann man heute im Handy machen, es ist ein Dienstag, 2040. Am 4. September 2040 wird in den dann noch existierenden Fernsehen-Medien und Internet-Medien, wird es Sondersendungen geben: 25 Jahre-Nicht-Schließung der Grenzen Deutschland“, so der Bundespräsident.
Weiter sagte Wulff, dass das Land schon die deutsche Einheit überstanden habe und dass viele Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren ins Land gekommen sind, auch bald deutsche Olympiasieger sein könnten. „Wir werden in allen Bereichen der Gesellschaft Menschen haben, die aus Syrien gekommen sind, aus Afghanistan, aus der Türkei und anderswo und gut in unserem Land integriert sind, auf die werden wir stolz sein“, so der 64-Jährige. „Die wiederum haben Kinder und die werden an Universitäten sein, also das Thema Integration und Zuwanderung lässt sich in Deutschland gar nicht vernünftig diskutieren.“
Abgesehen davon, dass mal dahingestellt sei, wie viele Erfolgsgeschichten die Migration aus Afghanistan, Somalia, Syrien oder Eritrea schreiben wird, lassen diese Zitate den Schluss zu, dass der ehemalige Bundespräsident eine fast schon weltfremde, glorifizierende und einseitig positive Sicht auf die Migration hat. Die vielen Gewaltdelikte, die Überrepräsentation bei Straftaten, die Veränderung deutscher Städte, der Verlust des Sicherheitsempfindens oder der Import bestimmter Kulturpraktiken, die nicht nach Europa gehören: Sie alle haben in der Wulf'schen Weltsicht keinen Platz.
„Ich habe dafür keine Worte mehr“
NIUS-Reporter Julian Reichelt und Julius Böhm sahen es bei NIUS LIVE am Morgen völlig anders und zerlegten die Aussage von Wulff.: „Er prophezeit, dass wir im Jahr 2040 feiern werden, das Offenlassen der Grenzen im Jahr 2015 und dass dann die Enkel der Menschen, die damals zu uns gekommen sind, Forscher und Astronauten und was noch nicht alles sein werden. Ich habe dafür einfach keine Worte mehr“, sagte Julian Reichelt.
NIUS-Reporter Julius Böhm kann belegen, dass die Wulff-These von Astronauten oder Olympiasiegern mit Migrations-Hintergrund nicht ganz aufgeht: „45 Prozent der Menschen, die inzwischen seit sechs, sieben oder acht Jahren da sind, die werden zwar zu Hunderttausenden eingebürgert, sind aber noch zu 45 Prozent im Bürgergeld. Bei Syrern noch mehr als bei Afghanen.“
Eine weitere wichtige Zahl: Zuwanderer, also Menschen, die geflohen sind, die Asyl suchen, die Asyl bekommen haben oder eben hier geduldet sind, sind in der Kriminalitätsstatistik fünffach überrepräsentiert.
Hier die ganze Sendung angucken:
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