Intendanten von ARD & ZDF feiern Jugendprogramm: Doch die Zuschauer wollen „Funk“ nicht mehr sehen
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Funk ist das Jugendangebot von ARD und ZDF, welches sich seit Oktober 2016 an die Zielgruppe zwischen 14 und 29 Jahren richtet. Rund 45 Millionen Euro aus dem Rundfunkbeitrag werden pro Jahr bereitgestellt, um etwa 70 Kanäle auf digitalen Plattformen, wie YouTube und TikTok zu bespielen.
Intendanten von ARD und ZDF loben Funk
Das Fernsehpublikum schrumpft und stirbt den gebührenfinanzierten Anstalten weg. Funk ist angetreten, um ARD und ZDF neue, junge Zielgruppen zu bescheren. Dementsprechend wird Funk als Erfolgs-Projekt vollmundig von den Intendanten gelobt und als zukunftsweisend präsentiert.
ARD-Intendant Kai Gniffke nennt Funk eine „Erfolgsgeschichte, die sich zu einer Konstanten“ bei jungen Menschen entwickelt habe. Eine Online-Befragung, die die Medienforschung vom SWR und dem ZDF in der Zielgruppe durchgeführt haben, ergab, dass 86 Prozent die Marke Funk kennen. Rund 34 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen sollen einmal in der Woche ein Angebot von Funk nutzen. Diese Zahlen nennt der Intendant des ZDF, Norbert Himmler, „beeindruckend“, da diese belegen würden, dass die Anstalten ihren Auftrag somit auch in der jungen Zielgruppe erfüllen. Die Zahlen dokumentieren allerdings auch, dass 66 Prozent der Zielgruppe mit Funk nichts anfangen kann, diese allerdings auch zur Kasse gebeten wird.

Reichweitenstarke Formate verlieren zahlreiche Zuschauer.

Nur wenige Funk-Formate können Zuwächse verzeichnen.
Dramatischer Einbruch der Aufrufzahlen
Die Aufrufzahlen bei YouTube sprechen eine andere Sprache. Ein Großteil der Formate verliert massenhaft Zuschauer auf YouTube und TikTok. Die Vorzeige-Formate von Funk, wie „MrWissen2go“ und „follow me.reports“, haben seit 2022 mehr als 60 Prozent der Zuschauer auf YouTube eingebüßt. Bei Formaten wie etwa „Die Frage“, „Der Biograph“ oder „iam.justmyself“ fallen die Verluste mit mehr als 75 Prozent noch dramatischer aus.

Innerhalb der letzten zwei Jahre ist ein drastischer Einbruch der Zahlen zu verzeichnen.
Doch warum schalten die Zuschauer scharenweise ab?
Die Verluste betreffen vor allem die Funk-Formate. Andere Angebote von ARD und ZDF werden relativ konstant genutzt. Das Sportstudio oder Nachrichten-Formate, wie die Hessenschau, können sogar Zuwächse verzeichnen.

Andere Formate von ARD und ZDF werden regelmäßig aufgerufen.
Der Trend ist auch auf TikTok zu sehen – Nachrichten, Sport und Information werden vom Publikum angenommen. Die typischen Beiträge von Funk interessieren aber zunehmend weniger junge Leute.

Auch auf TikTok zeigen sich Probleme mit Funk-Formaten.
Inhaltliche Schieflage von Funk-Beiträgen
Die Inhalte von Funk stehen bereits seit längerer Zeit massiv in der Kritik. Eine stetig wiederkehrende Melange aus Queer-Feminismus, grüner Klima-Ideologie und anti-weißem Rassismus dienen vielmehr linker Propaganda und sind alles andere als ausgewogener Journalismus, für den die Anstalten den Rundfunkbeitrag rechtfertigen. So wurde beispielsweise ein Beitrag des Formats „DIE DA OBEN!“ zurückgezogen, da die Union mit der AfD als „rechts“ und damit als problematisch dargestellt wurde. Nachdem sich ARD-Intendant Kai Gniffke für den Beitrag entschuldigt hatte, kündigte ZDF-Intendant Himmler an, Funk mit mehr Personal auszustatten.
Funk produziert Inhalte für Zuschauer, die sich für linke, ideologisch geprägte Themen interessieren, jedoch so gut wie keine Inhalte für ein liberal oder konservativ eingestelltes Publikum. Die Annahme der Funk-Verantwortlichen, dass die junge Zielgruppe durchweg links oder woke sei, spiegelt sich zudem nicht im Wahlverhalten von Erstwählern, die ihre Stimmen vornehmlich an konservative Parteien vergeben.

Viele Funk-Formate kassieren reihenweise Dislikes auf YouTube.
Erfolgreiche Funk-Kanäle werden eingestellt
Immer wieder werden gerade die reichweitenstarken Funk-Kanäle eingestellt. Kürzlich verkündete „Auf Klo“ das Ende auf YouTube, kurz davor das Instagram-Format „Glanz & Natur“. Davor machten prominente Abgänge, wie „Leeroy wills wissen“, „MaiLab“ oder „Simplicissimus“ von sich reden. Über die Gründe für das Aus der Kanäle hüllen sich die Anstalten und Macher in Schweigen und geben nur dürftige Statements dazu ab.
Die Aufrufzahlen zeigen mehr als deutlich, dass die Formate von Funk nicht gut vom beim Publikum ankommen. Dennoch verkünden die Intendanten, dass das digitale Angebot, insbesondere Funk, ein Erfolgsmodell wäre, um den digitalen Ausbau der Anstalten voranzutreiben. Dementsprechend soll Funk künftig rund 10 Prozent mehr Budget erhalten. Dann stehen 49 Millionen Euro pro Jahr aus dem Rundfunkbeitrag zur Verfügung. Zudem kündigten ARD und ZDF an, den Rundfunkbeitrag erhöhen zu wollen. Dann müssen statt 18,36 Euro pro Monat 18,94 gezahlt werden.
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