Merz bei Maischberger über syrische Freibad-Täter: „Da gibt es nur eine Tür aus dem Abschiebe-Gewahrsam: Das ist die Richtung Heimat.“
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Bundeskanzler Friedrich Merz als einziger Gast bei Maischberger in der ARD. Ausreichend Zeit, um die Themen, die Deutschland zurzeit bewegen, zu besprechen. Sandra Maischberger stellte knackige Fragen – und der Kanzler sagte wieder so einiges, an dem er sich in Zukunft wird messen lassen müssen.
Merz sprach meist bürgerfreundlichen Klartext, beim Thema Freibad-Gewalt gab sich der Kanzler jedoch besonders entschlossen.
Zur Frage, ob arabische Täter wie die in Gelnhausen abgeschoben werden sollten, sagte Merz: „Das eigentliche Problem ist, dass wir zum Teil aus diesen Kulturkreisen eine unglaubliche Respektlosigkeit im Alltag gegenüber Frauen und gegenüber unserer Polizei haben. Das ist etwas, was ich nicht sehen möchte.“ Und: „Ich tue alles, um das in Deutschland zu unterbinden. Wir müssen Strafverfahren durchführen, dann muss auch in Abschiebegewahrsam genommen werden. Und da gibt es nur eine Tür aus diesem Abschiebegewahrsam: Das ist die Richtung Heimat.“
Maischberger hakt nach: Auch nach Syrien? Dorthin gebe es ja ein Abschiebevervot. Merz: „Ich halte Abschiebungen nach Syrien unter den gegebenen Umständen, so wie Syrien zurzeit dasteht, für möglich.“
Merz über ...
... die vom polnischen Regierungschef Tusk angekündigten Kontrollen an der deutschen und litauischen Grenze: „Ich habe das befürwortet, weil es ja nicht nur Kontrollen an den deutschen Grenzen sind.“ Und: „Es gibt eine Fluchtroute: Russland, Belarus, Litauen, Polen, Deutschland. Er kontrolliert jetzt in Litauen, an der polnisch-litauischen Grenze. Ich kann das nur begrüßen.“
... die Rückkehr der Wehrpflicht: „Ob wir das hinkriegen, kann ich Ihnen heute nicht sagen. Die Infrastruktur, die Ausbilder dafür – ist alles nicht da. Die Kasernen sind nicht mehr da. Das ist ein Prozess, der geht über viele Jahre.“
... das Verhältnis zwischen Deutschland und Israel: „Ich habe mit Netanjahu intensive telefonische Kontakte. Ich telefoniere fast jede Woche einmal mit ihm.“
... seine Gespräche mit Netanjahu über Gaza: „Ich habe ihm schon vor längerer Zeit gesagt: Ihr verliert eure besten Freunde, wenn ihr so weitermacht. Ihr müsst erklären, was da passiert.“
... die aktuelle Hitzewelle: „Zum Teil Zeichen des Klimawandels, aber sicherlich nicht ausschließlich.“
... Seenotrettung: Gelder gestrichen, „weil Seenotrettung keine privatwirtschaftliche Aufgabe ist.“
... seinen Pilotenschein – darf er als Kanzler noch fliegen? „Wer soll mir das verbieten? Ich bin und bleibe ein freier Mensch.“
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