„Wenn die Nationalhymne läuft: Schnauze halten“
Ein Beitrag von
Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland. So kennen und lieben wir unsere Nationalhymne. Doch dem ZDF scheint das nicht vielfältig genug zu sein. ZDF Fußball-Kommentator Oliver Schmidt machte daraus: „Einigkeit und Recht und Freiheit und vor allem Vielfalt.“ Ist Schwarz-Rot-Gold dem ZDF nicht vielfältig genug?
Darüber sprachen Julius Böhm, Waldi Hartmann und Alex Purrucker am Montagmorgen bei NIUS LIVE. Waldi sagt es klipp und klar: „Wenn die Nationalhymne läuft: Schnauze halten.“
Alex Purrucker fasst den Skandal kurz zusammen: „Ein Aspekt, der mich gleich am Anfang fast zum Abschalten bewegt hätte, als ich die Übertragung gesehen habe. Da wurde dann die deutsche Nationalhymne gespielt. Wir kommen noch mal kurz auf die Rolle der Medien, da meinte dann der Reporter sinngemäß: Einigkeit und Recht und Freiheit und vor allem Vielfalt. Ich meine, nix gegen Vielfalt. Wer das ausleben möchte, völlig in Ordnung. Aber was hat dieses Wort in der deutschen Nationalhymne, wie wir sie singen, verloren?“
„Die Nationalhymne zu kommentieren, ist unglaublich“
Früher war das noch anders, Waldi erzählt aus seiner Zeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk: „In meiner Zeit gab es ganz klare Vorgaben für Kommentatoren oder für Moderatoren: Nationalhymne – Schnauze halten. Einfach die Nationalhymne mit anhören, und zwar von vorne bis hinten. Danach konntest du wieder babbeln. Vorher auch, da war nix. Die Nationalhymne zu kommentieren, ist unglaublich. Aber das ist halt dieses innere Bestreben, das im Öffentlich-Rechtlichen mittlerweile so um sich gegriffen hat, dass ich nur noch den Kopf schütteln kann. Ich war 40 Jahre Anstaltsinsasse in der öffentlich-rechtlichen Anstalt, kriege die Entwicklung mit und habe auch natürlich noch Kontakte zu früheren Kollegen, die mich anrufen und sagen: Sei froh, dass du nicht mehr dabei bist.“

„Einigkeit und Recht und Freiheit und vor allem Vielfalt“: ZDF-Kommentator Oliver Schmidt
Wieso er froh sein kann, nicht mehr dabei zu sein, erklärt Waldi so: „Wenn du in Sitzungen mal nicht mainstreamig, das heißt auf der Woke-Linie bist, dann bist du ein Außenseiter und auch gleich rechts. Und damit ist dann gemeint: eher rechtsradikal. Also das ist schon das, was du innen mitbekommst. Ich sage es jetzt mal, eine reine Vermutung: Viele, viele Geschichten, Interviews und Aussagen wurden für die Konferenz am nächsten Tag gemacht, für die Kollegen und Kolleginnen, damit man dort gefällt. Ich glaube, und ich bin ganz sicher, am nächsten Tag gab es ein Fleißkärtchen.“
„Ein paar Bierchen zusammen getrunken, eine gute Zeit gehabt, das war Vielfalt“
NIUS-Reporter Julius Böhm ist der Meinung, die deutsche Nationalflagge steht schon für Vielfalt. Er erklärt das wie folgt: „Es hat im Land niemand etwas gegen Vielfalt, die positiven Dinge von Vielfalt, nämlich: Menschen kommen zusammen, man lernt Sprache, Kultur, Essen, Trinken, liegt sich in den Armen, es bilden sich Familien aus den verschiedensten Teilen der Welt, es ist großartig. Diese drei wunderbaren Farben, die wir uns als Flagge gegeben haben, Einigkeit und Recht und Freiheit, drücken all diese Dinge aus, sie entsprechen all dem schon.“
Als konkretes Beispiel erzählt Böhm von seinem Besuch des Eröffnungsspiels: „Ich stand auf der Tribüne, zusammen mit Sanchez. Sanchez hatte das rosa Trikot an, ich hatte mein weißes Trikot. Er ist seit elf Jahren in Deutschland, arbeitet bei BMW als Fachkraft, top Typ. Ein paar Bierchen zusammen getrunken, eine gute Zeit gehabt. Das war Vielfalt. Das war der Moment, den Fußball sowieso von ganz alleine herstellt, ohne dass es mir jemand erklären muss, ohne dass jemand mit Steuergeld dafür irgendwelche Theaterstücke finanziert und ohne dass mir der Kollege vom ZDF das noch mal erklären muss und unsere Nationalhymne erweitern muss.“

Trikot-Tausch beim Eröffnungsspiel – NIUS-Reporter Julius Böhm erlebte einen Moment ganz natürlicher, echter Vielfalt.
„Kein Mensch in der Welt würde das machen“
Julius Böhm stellt die besondere Bedeutung von Nationalhymnen heraus: „Kein Mensch in der Welt würde das machen. Die Menschen haben Ehrfurcht vor Nationalhymnen. Ich glaube, Waldi weiß das besser. Wenn man die englische Nationalhymne abändert in irgendeiner Form, dann werden auch die betrunkensten Briten ernst und sagen: Kollege, so nicht. Das ist für uns heilig. Man muss sich die Italiener angucken, die brüllen die Nationalhymne, weil sie das lieben, weil sie diese Folklore geil finden.“
Waldi entgegnet: „Und nicht, weil sie neofaschistisch sind. Das haben sie auch bei der sozialistischen Regierung schon so mit Inbrunst gesungen, die Hymne.“
Böhm daraufhin: „Es gibt Menschen, die lieben Folklore, und die sind stolz darauf, wie sich solche Dinge historisch entwickeln und welchen Wert sie für die Menschen haben, welche Sinnstiftung, welche Gemeinschaft sie bilden. Das hat nichts mit Rechts zu tun und hat vor allem nichts damit zu tun, dass wir das für politische Belehrungen zweckentfremden sollten.“
Alex Purrucker resümiert: „Fassen wir in wenigen Worten zusammen: Hört auf, uns die Welt zu erklären und lasst diese Fußball-EM einfach Fußball-EM sein. Da wird einfach nur Fußball gespielt. So einfach ist es.“
Falls Sie die Sendung verpasst haben – hier gibt es NIUS LIVE vom Freitag in voller Länge!
NIUS LIVE: jeden Montag bis Freitag von 8 bis 9 Uhr live auf YouTube!
Mehr NIUS:
So sehen Sie mehr NIUS auf Google News
Youtuber-Paar treibt Baby mit Downsyndrom ab und erhält jetzt Morddrohungen
Wie damals für George Floyd: Tausende Menschen knien jetzt für ermordeten Henry Nowak auf TikTok
Karl Lauterbach teilt bei Lanz aus: „Dieser Zirkus erinnert mich an das Lügen-Gerede von Lindner“
Plötzlich gegen die Brandmauer: Hat die Bild-Zeitung ihren AfD-Kurs geändert?
Die fatale Rolle der UNRWA: ZDF will TV-Doku über das Palästinenserhilfswerk nicht zeigen
Die Empörungswelle gegen die neue NIUS-Werbekampagne
„Ausgelassen gefeiert“: So verharmlost die Tagesschau die Gewalt von Paris
Mehr NIUS:
Karl Lauterbach teilt bei Lanz aus: „Dieser Zirkus erinnert mich an das Lügen-Gerede von Lindner“
Plötzlich gegen die Brandmauer: Hat die Bild-Zeitung ihren AfD-Kurs geändert?
Die fatale Rolle der UNRWA: ZDF will TV-Doku über das Palästinenserhilfswerk nicht zeigen
Die Empörungswelle gegen die neue NIUS-Werbekampagne
„Ausgelassen gefeiert“: So verharmlost die Tagesschau die Gewalt von Paris
Neuer „Digitale Medien-Staatsvertrag“: Greift der Staat schon diesen Sommer nach den Algorithmen?
NIUS jetzt auch auf WhatsApp
CDU-Politiker Roland Koch über Schwarz-Rot bei Lanz: „Wir sind in einer Gefangenschaft mit der SPD“
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare