30 bis 60 Cent pro Liter billiger: Zoll kontrolliert Tank-Touristen an Grenzübergängen
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Wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet, kontrolliert der Zoll an Brandenburgs Grenze zu Polen sogenannte Tank-Touristen, also Menschen, die wegen der im Zuge des Iran-Krieges bundesweit gestiegenen Spritpreise zum Tanken über die Grenze fahren.
Grenzübergänge nach Polen und Tschechien in Brandenburg, Sachsen und Bayern werden laut Zoll besonders häufig kontrolliert. Vor allem Autos, die mit deutschem Nummernschild aus dem Ausland über die Grenze kommen, geraten hier ins Visier.
NIUS-Reporter Marc Sierzputowski sprach mit Autofahrern im brandenburgischen Umland:
Die Literpreise für Diesel und Benzin in Deutschland und dem grenznahen Ausland unterscheiden sich deutlich. Während Autofahrer an deutschen Tankstellen oft mehr als zwei Euro pro Liter hinlegen müssen, zahlt man in den östlichen Nachbarländern 30 bis 60 Cent pro Liter weniger.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Freitag: „Kein Mensch versteht, warum die Preise in Deutschland für den gleichen Sprit um 60 Cent höher sind als in Polen. Und das, obwohl beide Länder benachbarte EU-Staaten sind.“

Bis zu 20 Liter Benzin darf man über die Grenze nach Deutschland mitnehmen – der Rest muss nachversteuert werden.
Ein Kanister mit bis zu 20 Litern ist erlaubt
Wie der Zoll gegenüber der MAZ erklärte, ist es grundsätzlich nicht strafbar, zum Tanken ins Ausland zu fahren. Wer sein Auto an einer ausländischen Tankstelle volltankt und anschließend nach Deutschland zurückkehrt, muss den Kraftstoff im Tank nicht verzollen. Auch das Mitführen eines zusätzlichen Kanisters mit bis zu 20 Litern ist erlaubt. Wird jedoch mehr Kraftstoff eingeführt, muss dieser versteuert werden.
Wie viele Tank-Touristen seit Beginn der Kontrollen bereits erwischt wurden, konnte die Pressestelle des Zolls der MAZ nicht beantworten. Eine aktuelle Bilanz liege noch nicht vor.
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