3000 Teilnehmer, schwarz-weiß-rote Flaggen: Reichsbürger demonstrieren in Gera
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Die Reichsbürger-Szene hat sich am Samstag zu einer Demo in Gera versammelt. Das Treffen erhielt deutlich mehr Zulauf als die Gegenveranstaltung.
Reporter vor Ort sprachen von geschätzt 3000 Menschen, die sich nach einer Kundgebung mit Redebeiträgen zu einem Demonstrationszug in der Innenstadt formierten. Die Polizei nannte zunächst keine Zahlen. Die Teilnehmer waren unter anderem mit schwarz-weiß-roten Flaggen des einstigen deutschen Kaiserreichs ausstaffiert und teils in T-Shirts mit Zahlencodes der rechtsextremen Szene gekleidet. Die Veranstaltung verlief friedlich, sagte ein Polizeisprecher. Straftaten seien zunächst nicht bekannt geworden.

Dieses Fahrzeug wurde auf der Demo in Gera gesichtet.
Alkohol und Pyros verboten
Die Stadt Gera hatte das Treffen unter Auflagen erlaubt. Zu diesen gehörten unter anderem ein Verbot von Alkohol und Pyrotechnik, auch Pferde durften nicht mitgeführt werden. Zu einer Gegenkundgebung auf dem Theaterplatz kamen laut Polizei nur wenige Menschen.
Als Reichsbürger werden Menschen bezeichnet, die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland leugnen. Sie behaupten, dass das Deutsche Reich (1871-1945) weiter existiert, daher ihr Name.

Die Reichsbürger-Demo fand unter Auflagen statt, zur Gegendemo kamen nur wenige Menschen.
Am 21. Mai beginnt vor dem Oberlandesgericht Frankfurt ein Prozess gegen eine mutmaßliche Gruppe von Reichsbürgern um Heinrich Prinz XIII. Reuß, die angeblich einen Umsturz in Deutschland geplant haben sollen. Nach Auffassung der Bundesanwaltschaft planten sie als terroristische Vereinigung eine neue Ordnung in Deutschland. Weitere Prozesse gegen die Gruppe gibt es München und Stuttgart. Im Dezember 2022 hatte es eine großangelegte Anti-Terror-Razzia in mehreren deutschen Bundesländern und im Ausland gegen die Gruppe gegeben, auch in Thüringen.
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