99 neue Nachbarn für Peter Maffay und Jens Lehmann: Flüchtlingsunterkunft auf Millionengrundstück am Starnberger See
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- Die geplante Unterkunft für 99 Asylbewerber auf wertvollem Grundstück sorgt für hitzige Diskussionen.
- Anwohner sind in Sorge um die Belastung der örtlichen Infrastruktur, besonders bei Kindergarten- und Schulkapazitäten.
- Der Bau erfolgt in nachhaltiger Holzbauweise, finanziert vom Freistaat Bayern.
In Seeshaupt, nahe dem Starnberger See, soll eine Flüchtlingsunterkunft für 99 Personen entstehen. Das Grundstück, das dem Freistaat Bayern gehört, wurde bereits vor Jahren für solche Zwecke in Betracht gezogen, jedoch damals aufgrund von Altlasten im Boden verworfen. Die Pläne sehen nun einen modernen, nachhaltigen Bau mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpe vor. Neben den Migranten-Unterkünften sollen auch Wohnungen für Einheimische entstehen.

Ein erster Entwurf der Unterkunft durch die Ingenieure Blankenhagen + Cohrs
Anwohner in Aufruhr
Der Starnberger See ist bekannt für seine prominenten Anwohner. So haben sich Ex-Fußballprofi Jens Lehmann sowie Musiker-Legende Peter Maffay in dem bayrischen Idyll niedergelassen. Der Ortspolitiker Maximilian Amon (PFB) rechnet damit, dass es nicht bei 99 Asylbewerbern bleiben wird. Tatsächlich sei eine Kapazität von bis zu 152 Personen möglich. „Das beunruhigt mich“, sagt er zum Merkur.
Armin Mell (FDP) sieht vor allem die Lage problematisch. „Das ist ein Filetgrundstück, und es ist nicht kostenlos. Es gehört zum Vermögen aller Bayern. Ich hoffe das geht an uns vorbei“, erklärt Mell dem Merkur. SPD-Politiker Reinhard Weber bezeichnet das Vorhaben als „katastrophal“.
Als erster Schritt sollen die Altlasten auf dem Grundstück an der Sankt-Heinricher-Straße 56b – es war einmal eine Mülldeponie und ist im Besitz des Freistaats Bayern – entfernt werden. Kostenpunkt laut Hartl: rund 1,7 Millionen Euro, bezahlt vom Staat.
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