Allensbach-Umfrage: Bei Führungskräften kollabiert das Vertrauen in den Standort Deutschland
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Die Führungskräfte in der Wirtschaft, Politik und Verwaltung wenden sich immer mehr von der Ampel-Regierung ab. Zu diesem Ergebnis kommt das neue Elite-Panel, für das die Meinungsforscher aus Allensbach im Auftrag der FAZ und der Zeitschrift Capital fast 500 der ranghöchsten Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Deutschland befragt haben.
Ganze 80 Prozent der Befragten teilen demnach das vernichtende Urteil des Industriepräsidenten Siegfried Russwurm, laut dem die bisherige Regierungszeit der Ampel-Koalition für Deutschland „zwei verlorene Jahre waren“. Auch die Hälfte der befragten Politiker stimmt der Aussage zu. „Das habe ich noch nie gesehen“, kommentierte die Allensbach-Chefin Renate Köcher das Ergebnis. Besonders kritisiert wird die Energiepolitik, die Überregulierung und eine zu geringe Förderung der Wirtschaft.
Nur noch 27 Prozent der Top-Manager und Politiker stellen dem Standort Deutschland noch ein gutes Zeugnis aus. Diese Sicht der Entscheider auf den Wirtschaftsstandort sei im letzten halben Jahr „noch mal regelrecht durchgesackt“, erklärte Allensbach-Chefin Renate Köcher. Vier von fünf befragten Unternehmern und Vorständen glauben nicht, dass die Politik überhaupt ein realistisches Bild von der Lage und den Nöten der Wirtschaft hat.

Arbeitgeberpräsident Russwurm spricht von zwei verlorenen Ampel-Jahren.
Nur noch neun Prozent sind zufrieden
Fast 80 Prozent der Wirtschaftsspitzen stellen auch dem Bürokratieentlastungsgesetz ein vernichtendes Urteil aus. Sie erwarten lediglich eine geringe oder gar keine Entlastung durch das Vorhaben der Ampel-Koalition. Insgesamt sind nur noch neun Prozent der Befragten mit der Bundesregierung zufrieden, wenngleich eine deutliche Mehrheit nicht an ein vorzeitiges Ende der Koalition aus SPD, Grünen und FDP glaubt.
Gleichzeitig gilt den Führungsspitzen der Unternehmen CDU-Chef Friedrich Merz mit weitem Abstand als der geeignetere Kanzler als Olaf Scholz (SPD).
Für die repräsentative Befragung wurden zwischen 17. Juni und 5. Juli 484 Führungskräfte aus Wirtschaft (69 Prozent), Politik (22 Prozent) und Verwaltung (9 Prozent) befragt. Darunter befanden sich 94 Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20.000 Beschäftigten, 19 Minister und Ministerpräsidenten und 23 Leiter von Bundes- und Landesbehörden.
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