Anstieg um 116 Prozent: Jeder fünfte Straftäter in Sachsen-Anhalt ist Asylbewerber
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Im Bundesland Sachsen-Anhalt war 2023 jeder fünfte Tatverdächtige ein Asylbewerber (20,2 Prozent). Das geht aus der am Dienstag vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeslandes hervor. Damit verzeichnet die Statistik einen Anstieg der von Zuwanderern begangenen Straftaten um satte 116 Prozent.
Gemessen am Bevölkerungsanteil sind sie damit deutlich überproportional bei Straftaten vertreten. Zwischen drei und vier Prozent der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt gehören zur Gruppe der Zuwanderer. Darunter fallen Asylbewerber, Flüchtlinge und ausreisepflichtige Ausländer.
Insgesamt lag der Anteil der nicht-deutschen Tatverdächtigen 2023 bei 28,4 Prozent (2022: 22,6 Prozent). Von den 20.163 nicht-deutschen Tatverdächtigen waren wiederum 14.336 Zuwanderer, also eine deutliche Mehrheit. 71,6 Prozent aller Tatverdächtigen in Sachsen-Anhalt hatten einen deutschen Pass. Der deutsche Bevölkerungsanteil liegt im mitteldeutschen Bundesland bei rund 92 Prozent.

CDU-Innenministerin Tamara Zieschang ist mit einer ausufernden Jugendkriminalität konfrontiert.
Auch in Sachsen-Anhalt stieg die Zahl der Gesamtdelikte im vergangenen Jahr deutlich an – um 8,6 Prozent auf über 190.000 Straftaten. Vor allem die Jugendkriminalität geht durch die Decke, insbesondere bei Kindern unter 14 Jahren. Hier wuchsen die Zahlen um 19,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr an.
„Der Anstieg der Jugendkriminalität muss uns allen Sorgen bereiten“, erklärte Innenministerin Tamara Zieschang. „Es gilt, kriminellen Karrieren frühzeitig entgegenzuwirken. Jugendliche müssen viel früher an die Hand genommen und zu einem sozial adäquaten Verhalten bewegt werden, um ihnen einen geordneten Lebensweg zu ermöglichen. Hier sind insbesondere das Elternhaus, aber auch Schulen, soziale Einrichtungen und kommunale Präventionsarbeit gefragt.“
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