Aus Protest gegen Karl Lauterbach: Tausende Arztpraxen bleiben heute geschlossen
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Tausende Haus- und Fachärzte wollen an diesem Montag aus Protest gegen die Gesundheitspolitik von Karl Lauterbach (SPD) ihre Praxen nicht öffnen.
Der Virchowbund hatte zu der Aktion aufgerufen, weitere knapp 20 Ärzteverbände sowie die Kassenärztlichen Vereinigungen hatten sich angeschlossen.

Ärzte gegen Lauterbach: Bereits im Vorjahr protestierten Ärzte. Hier in der Zentrale der Kassenärztlichen Vereinigung.
Der Virchowbund rechnet damit, dass deutschlandweit eine fünfstellige Zahl von Arztpraxen geschlossen sein werden. Auch in Nordrhein-Westfalen könnten Patienten und Patientinnen vor verschlossenen Praxistüren stehen.
Lauterbach missachte die Belange der Mediziner
Der Protest richtet sich den Angaben zufolge gegen die Politik von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der die Belange der niedergelassenen Mediziner missachte und das Gesundheitssystem in „Richtung Staatsmedizin umbauen“ wolle.
Zudem seien viele Praxen durch Inflation, hohe Energiepreise oder auch Fachkräftemangel in Not. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung soll es einen flächendeckenden Not- und Bereitschaftsdienst geben. In NRW wies die KV Nordrhein darauf hin, dass andere Praxen vertretungsweise die Versorgung vor Ort übernehmen wollten.
Lauterbach unterstellt Ärzten Geldgier
Lauterbach stellte die Forderungen der Ärzteschaft nach mehr Geld am Sonntagabend auf X (vormals Twitter) infrage.

„Am Brückentag schließen viele Praxen, wie die Apotheker wollen auch sie mehr Geld. Im Mittel (Median) verdienen sie aber nach Abzug aller Kosten um die 230.000 Euro pro Jahr“, schreibt der Sozialdemokrat. Dazu die rhetorische Frage: „Soll der Beitragssatz für Arbeitnehmer steigen, damit das Honorar weiter steigt?“
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