Bachmut: Russische Söldner drohen Putin mit Rückzug
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- Seit Monaten kämpfen vor allem Wagner-Söldner den russischen Kampf um Bachmut
- Sie müssen in blutigen Gefechten schwere Verluste hinnehmen
- Jetzt droht Söldner-Chef Prigoschin offen mit Rückzug
Der Chef der mächtigen Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, hat den Rückzug seiner Söldner aus dem umkämpften Bachmut angedroht. Er und seine Truppe fühlen sich im Stich gelassen - Prigoschin beklagt unter anderem fehlenden Munitionsnachschub. „Ohne Munition werden meine Jungs keine unnötig hohen Verluste tragen. Darum ziehen wir uns ab dem 10. Mai 2023 aus der Ortschaft Bachmut zurück“, sagte Prigoschin in einem Freitag auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Video, das ihn in Kampfmontur bei seinen Söldnern zeigt.
Seit August kämpfen Ukrainer und Russen um die strategisch wichtige Stadt Bachmut. Medien bezeichnen die Stadt aufgrund der hohen Verluste auf beiden Seiten immer wieder als „Fleischwolf“. Der Bundesnachrichtendienst berichtete, dass Russland derzeit eigene Soldaten wie Kanonenfutter behandle und offenbar hohe Verluste der eigenen Streitkräfte toleriere.Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs starben zwischen dem 6. Januar 2023 und dem 31. Januar 2023 etwa 17.000 russische Soldaten und Söldner in und um Bachmut. Seit Dezember sollen es 20.000 Gefallene auf russischer Seite sein, die Hälfte davon Wagner-Söldner. Im März erklärte der ukrainische Verteidigungsminister, die Russen würden bei Bachmut jeden Tag 500 Kämpfer verlieren.
Während die regulären russischen Truppen sich im Norden im Gebiet um die Stadt Soledar sowie im Süden aufhalten, wird der Kampf um Bachmut mittlerweile vor allem von Wagner-Söldnern geführt. Russischen Militärbloggern zufolge sollen sie in der Stadt selbst fast alleine im Einsatz sein und nur an den Flanken von regulären Soldaten unterstützt werden. Westliche Beobachter wie auch Wagner-Chef Prigoschin vermuten: Die Söldnertruppen sollen im blutigen, verlustreichen Kampf um die strategisch wertvolle Stadt anstelle der Soldaten des Heeres geopfert werden.
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