BND völlig überfordert! Bundesregierung erfuhr erst von Prigoschin-Putsch, als dieser schon lief
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- Nicht gut genug vernetzt, zu späte Informationen: Immer wieder flammt Kritik an der Arbeit des BND auf.
- Auch beim Fast-Putsch in Russland soll der deutsche Auslandsnachrichtendienst wieder versagt haben.
- Wie der Spiegel berichtet, wurde die Bundesregierung vom Wagner-Aufstand komplett überrascht - als dieser bereits im Gange war.
Noch am Freitagmorgen, so berichtet der Spiegel, sollen sich im Verteidigungsministerium mehrere Bundestagsabgeordnete getroffen haben, um sensible Informationen zur Lage in der Ukraine zu erhalten. Mit dabei: Zwei hochrangige Vertreter des Bundesnachrichtendienstes (BND). Männer, die mit der Lage in Russland und der Ukraine bestens vertraut sein sollten.
Allerdings: Die Geheimdienstler erwähnten den innerrussischen Machtkampf zwischen dem Milizenführer Jewgeni Prigoschin und den Spitzen von russischer Regierung und Militärführung mit keinem Wort - während US-Geheimdienste ihre Regierung einen Tag vor dem Vormarsch informierten und bereits Mitte Juni Erkenntnisse darüber hatten, dass Prigoschin eine gewaltsame Aktion in Russland plante.
BND informierte erst Freitagabend
Erst am Freitagabend informierte der BND laut Spiegel das Kanzleramt. Andere, wesentliche Ressorts der Bundesregierung wurden vom BND sogar erst am Samstagvormittag in Kenntnis gesetzt. Da waren Prigoschins Truppen bereits in Rostow am Don einmarschiert, und brachten militärische Einrichtungen unter ihre Kontrolle.
Schon vom russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 wurde der Geheimdienst eiskalt überrascht. Und das, obwohl BND-Chef Kahl sich zu jener Zeit in Kiew aufhielt.
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