Bodenoffensive verschoben: Neues Zeitfenster für Gaza-Evakuierung
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Die israelische Armee hat einen vier Kilometer breiten Streifen im Grenzgebiet zu einer Sperrzone erklärt.
Es sei verboten, diese Zone zu betreten, teilte die israelische Armee mit. Dort wohnende Zivilisten „in bis zu zwei Kilometern Entfernung von der Grenze sind angewiesen, sich nahe Schutzräumen aufzuhalten“, hieß es weiter.
In aktiven Kampfzonen werde außerdem die Verwendung von GPS-gestützten Navigationssystemen eingeschränkt. Zivilisten in der Region müssten wissen, dass dies zu Störungen führen könne.

Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen auf, vom Süden Israels aus gesehen.
Bei einem neuen Angriff der Hisbollah-Miliz auf Israel war nach Angaben von israelischen Sanitätern ein etwa 40 Jahre alter Mensch getötet worden. Die Hisbollah erklärte, sie habe eine Rakete auf israelische Stellungen nahe der Demarkationslinie abgefeuert.
Die Bodenoffensive der israleischen Armee im Gazastreifen soll laut Medienberichten erst in der kommenden Woche stattfinden. Grund seien schlechte Wetterverhältnisse, heißt es. Die Offensive hätte eigentlich an diesem Wochenende starten sollen.
Unterdesse hat die israelische Armee ein weiteres Zeitfenster für eine Evakuierung von Zivilisten im Norden des Gazastreifens in Richtung Süden genannt.
Der israelische Armeesprecher veröffentlichte auf X in arabischer Sprache die Information, Einwohner der Stadt Gaza und des nördlichen Gazastreifens hätten von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr Ortszeit Zeit, um eine sichere Fluchtroute zu nutzen. Die Armee werde in diesem Zeitraum diesen Korridor nicht angreifen.

Israelische Soldaten sind in der Nähe der Grenze zwischen Israel und Gaza im Einsatz.
Wem die Sicherheit seiner Familie am Herzen liege solle sich in Richtung Süden begeben, hieß es in der Mitteilung. Laut Berichten sollen die Hamas-Barbaren Zivilisten an der Flucht hindern. Israel warf der Islamistenorganisation immer wieder vor, sie missbrauche die eigene Bevölkerung als menschliche Schutzschilde.
Israels Aufforderungen an die Bevölkerung im Gazastreifen werden auch auf anderen Kanälen übermittelt, unter anderem durch Flugblätter. Nach bisherigen Evakuierungsaufrufen haben sich nach Militärangaben bereits Hunderttausende Palästinenser in den Süden des schmalen Küstenstreifens begeben. Im Gazastreifen leben rund 2,3 Millionen Palästinenser.
Das Auswärtige Amt will in Kürze eine Reisewarnung für Israel aussprechen. Das bestätigte ein Ministeriumssprecher am Sonntag . Es werde außerdem eine Reisewarnung für die Palästinensischen Gebiete und den Libanon geben.
Unterdessen teilte das israelische Militär mit, einen weiteren Drahtzieher der von Hamas-Terroristen getötet zu haben.
Billal Al Kedra, Befehlshaber terroristischer Einheiten im südlichen Chan Yunis, sei bei Luftangriffen am Abend getötet worden, teilte die Armee mit. Auch weitere Terroristen der Hamas und der militanten Palästinensergruppe Islamischer Dschihad seien dabei ums Leben gekommen.

Israelische Soldaten bewachen einen Kontrollpunkt im Libanon nahe der Grenze zu Israel.
Israels Militär hatte bereits am vergangenen Wochenende den Tod zweier mutmaßlicher Hamas-Drahtzieher gemeldet.
Man habe mehr als 100 militärische Ziele der Hamas in Zaytun, Chan Yunis und West-Dschabalia angegriffen, erklärte das israelische Militär. Dazu zählten operative Kommandozentralen, militärische Einrichtungen, Dutzende von Abschussrampen für Panzerabwehrraketen und Beobachtungsposten.
Auch Kommandozentralen des Islamischen Dschihad seien getroffen worden.
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