Bundesnetzagentur erschreckend ratlos: Geht Gasverbrauch wegen der Krise zurück?
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Mein Name ist Müller, ich weiß von nichts.
Laut Klaus Müller (52, Grüne). Chef der Bundesnetzagentur, gibt es Grund zur Freude: In der Woche vom 7. August bis zum 13. August verbrauchte die Industrie 18 Prozent weniger Gas. Für den Grünen-Politiker ist dies offenbar eine gute Nachricht, dass die Industrie laut seinem Tweet doch die Energie „einspart”
In der 32. KW wurde in 🇩🇪 von der Industrie wieder #Gas gespart:
— Klaus Müller (@Klaus_Mueller) August 17, 2023
- 18 % Industrie (Vorwoche - 23 %)
+ 14 % Haushalt & Gewerbe (+ 5 %)
Zusammen: - 13 % (- 19 %)
Jetzt gilt es uns Winter-fest zu machen. Energetische Investitionen & Einsparungen helfen uns bei der Vorbereitung auf…
Doch was, wenn die Industrie das Gas nicht aus Gründen des Klimaschutzes „gespart“ hat, sondern schlicht, weil die Wirtschaft schrumpft? Die Zahlen sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache.
Laut den Prognosen des ifo Instituts kriselt es im Land. So wird entsprechend der Berechnungen die Wirtschaft um 0,4 Prozent zurückgehen. Wir befinden uns also in einer Wirtschaftskrise. Das hat auch der Parteikollege von Klaus Müller, Wirtschaftsminister Robert Habeck erkannt. „Aktuelle Frühindikatoren deuten noch nicht auf eine nachhaltige konjunkturelle Belebung in den kommenden Monaten hin,“ lässt er auf der Seite seines Ministeriums verlauten.

Der Gasverbrauch geht zurück - Ein Zeichen, dass die Wirtschaft schrumpft
Ein Twitter-Nutzer scheint die Aussage von Müller ebenfalls spanisch vorgekommen zu sein. So fragt er, inwieweit man diese Zahlen konkret verstehen kann: „Kann man tatsächlich von einer positiven Einsparung (z.B. im Sinne von: Steigerung der Effizienz oder Umstellung von Produktionsverfahren) reden? Oder handelt es sich um industrielle Einsparungen wegen der angespannten Marktlage?”
Wie sind die Industriezahlen konkret zu verstehen? Kann man tatsächlich von einer positiven Einsparung (z.B. im Sinne von: Steigerung der Effizienz oder Umstellung von Produktionsverfahren) reden? Oder handelt es sich um industrielle Einsparungen wegen der angespannte Marktlage?
— Nils Beyer (@NilsBeyer_) August 17, 2023
Die Antwort des Chefs der Bundesnetzagentur: „Das wissen wir nicht genau. Wenn wir nachfragen, heißt es, dass es eine Kombination aus Brennstoffwechsel, Effizienzgewinnen und Produktionseinschränkungen sei. Aber bisher kennen wir keine genaue Aufschlüsselung.”
Das heißt: Der Chef der Bundesnetzagentur, eine Behörde, die dem Wirtschaftsministerium unterstellt ist, hat keine Kenntnis davon, ob der Rückgang des Gasverbrauchs etwas mit der schrumpfenden Wirtschaft zu tun hat?
Übrigens: Der Gasverbrauch von Haushalt und Gewerbe stieg um 14 Prozent. Das muss dieser Jahrtausendsommer sein…
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