CDU-Außenminister Wadephul bestätigt: Weitere Afghanen sollen bald eingeflogen werden
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Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält daran fest, weitere Afghanen nach Deutschland einfliegen zu lassen. „Wo wir Aufnahmezusagen in rechtlich verbindlicher Form gegeben haben, halten wir die selbstverständlich ein“, bestätigte er gegenüber der Bild-Zeitung seine Aussage, die er im Juni im Bundestag getroffen hatte. Demnach sollen die 2.372 Personen (Stand: 16. Juni 2025), die laut Bundesinnenministerium (BMI) eine vorläufige Zusage für die Einreise nach Deutschland erhalten haben und derzeit in Pakistan warten, auch aufgenommen werden.
Kritik kommt nun aus den eigenen Reihen. CDU-Innenpolitiker Stephan Mayer meint: „Gerade angesichts der nun aufgetauchten Lücken bei den Sicherheitsüberprüfungen, wäre es grob fahrlässig, wenn die knapp 2500 Afghanen, die noch in Pakistan sitzen, nach Deutschland eingeflogen werden.“ Mayer fordert: „Die Richtung der Flüge muss sich endlich ändern. Nicht rein nach Deutschland, sondern raus aus Deutschland und zurück nach Afghanistan.“ Die Bild zitiert zudem einen hochrangigen Unionspolitiker: „Mit seiner Ankündigung tritt Wadephul die vollmundigen Versprechen seiner Parteifreunde leichtfertig in die Tonne.“

Der letzte Flieger aus Kabul kam in Hannover an.
Das Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan startete am 17. Oktober 2022. Es wird gemeinsam vom Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie dem Auswärtigen Amt koordiniert. Immer wieder gab es Medienberichte über die ungenauen Sicherheitsüberprüfungen. Die Union hatte im Wahlkampf versprochen, alle Aufnahmeprogramme zu beenden. Ende März 2025 landete am Flughafen Hannover-Langenhagen die bislang letzte Maschine. Das Flugzeug war aus Islamabad (Pakistan) gekommen und brachte 174 Personen nach Deutschland.
Unterdessen intensiviert Pakistan seine Bemühungen zur Abschiebung von Afghanen. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, es sei bekannt, dass zwei Familien, denen die Einreise nach Deutschland versprochen worden sei, zur Abschiebung inhaftiert worden seien. Man arbeite mit den pakistanischen Behörden zusammen, um dies zu verhindern.
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