CO2-Ausstoß sinkt stark – hauptsächlich weil Wirtschaft schwächelt
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Deutschland hat 2023 so wenig CO2 ausgestoßen wie seit den 50ern nicht mehr. Eine Jubel-Meldung ist das jedoch nicht!
85 Prozent des Emissions-Rückgangs sind mit der schrumpfenden Konjunktur, der zurückgegangenen Produktion energieintensiver Industrien infolge hoher Strompreise und dem insgesamt deutlich gesunkenen Stromverbrauch zu erklären. Das zeigt eine vorläufige Berechnung des Grünen-nahen Thinktanks „Agora Energiewende“.
Demnach ist der CO2-Ausstoß gegenüber 2022 um 73 Millionen Tonnen auf insgesamt 673 Millionen Tonnen gesunken – was einem Rückgang von 46 Prozent im Vergleich zu 1990 entspreche. Das geht aus einer Studie mit dem Titel „Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023“ hervor, die an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt wird.
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Es sind vor allem die energieintensiven Industrien, die ihre Produktion gedrosselt haben.
Einen wirksamen Erfolg für den Klimaschutz stellt das Rekordjahr nach Analyse der Studienautoren jedoch nicht dar. Nur rund 15 Prozent des Rückgangs führen die Studienautoren auf dauerhafte Einsparungen zurück. „Gleichzeitig sanken die Emissionen zulasten der energieintensiven Industrie durch konjunktur- und krisenbedingte Produktionsrückgänge“, erklärte die Denkfabrik.
Parallel dazu hatten Wind und Sonne europaweit ein gutes Jahr, auch in Deutschland wurde ein neuer Strom-Produktions-Rekord aufgestellt. In Deutschland gab es zudem einen „unerwartet starken Rückgang des Kohleverbrauchs“, wofür ebenfalls der niedrigere Stromverbrauch und der Anstieg der Exporte aus dem Ausland verantwortlich sind, die mit Wind und Kernkraft hauptsächlich aus saubereren Herstellungsquellen kommen.
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