Der ukrainische Präsident Selenskyj drängt auf weitere Sanktionen gegen Russland
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt den Westen zu weiteren Sanktionen gegen Russland. Unterdessen haben sich die G20-Nationen bei ihrem Gipfel in Neu-Delhi auf eine Erklärung zum Krieg in der Ukraine verständigt, berichtet Bloomberg.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Freitag die Staats- und Regierungschefs der Welt aufgefordert, ihre Sanktionsoffensive gegen Russland „wieder aufzunehmen“. Selenskyj beklagte, die Verbündeten der Ukraine hätten die Strafmaßnahmen gegen Moskau gelockert. Er forderte weiteren Druck auf die Finanzen des Kremls.
„Derzeit sehen wir eine verlängerte Sanktionspause unserer Partner und Russlands übermäßig aktive Versuche, die Sanktionen zu umgehen“, so der ukrainische Staatschef in seiner abendlichen Ansprache. „Die Sanktionsoffensive dieser Welt muss wieder aufgenommen werden.“
Bei einem russischen Raketenangriff auf die Heimatstadt von Selenskyj, Kryvyi Rih in der Zentralukraine, wurden am Freitag ein Polizist getötet und mindestens 73 Menschen verwundet, darunter neun Polizisten, wie ukrainische Behörden mitteilten. Bei einem weiteren Anschlag in der südlichen Region Cherson wurden drei Menschen getötet.
Steht Einigung der G20-Nationen für gemeinsame Erklärung kurz bevor?

Narendra Modi (r.), Premierminister von Indien, begrüßt Ursula von der Leyen (l.), Präsidentin der Europäischen Kommission, auf dem G20-Gipfel.
Unterdessen haben sich die G20-Nationen bei ihrem Gipfel in Neu-Delhi auf eine Kompromissformulierung zum Krieg in der Ukraine verständigt, die nach dem Gipfel angenommen werden soll, berichtet Bloomberg. Mit der Einigung sei es den G20-Diplomaten gelungen, „die Differenzen zwischen Moskau und dem Rest der Gruppe zu überwinden, die die Hoffnungen auf ein gemeinsames Kommuniqué des Gipfels an diesem Wochenende zu zerstören drohten“, heißt es in dem Bericht.
Die Formulierungen würden weitestgehend denen ähneln, auf die man sich beim letztjährigen Gipfel auf Bali (Indonesien) geeinigt hatte, so die Quellen. Nun muss der Kompromiss von den G20-Staats- und Regierungschefs genehmigt werden. Zuvor hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Bedingungen für die Zustimmung zu einer Abschlusserklärung gestellt. Dazu gehöre zum Beispiel, dass es in der Ukraine einen gerechten und dauerhaften Frieden geben müsse, die Unverletzlichkeit von Grenzen, aber auch, dass annektierte Gebiete nicht international anerkannt würden. „Diese Grundprinzipien, die verteidigen wir auch und die müssen in dem Kommuniqué drin sein“, sagte sie.
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