Dortmund verhängt Messerverbot für „bestimmte Personengruppen“
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- Dortmund und Lünen haben ab sofort ein Messertrageverbot für „bestimmte Personengruppen“ eingeführt.
- Diese Maßnahme gilt zunächst für drei Jahre.
- Ziel ist es, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und die Gewaltkriminalität einzudämmen.
Die Zahl der Messerangriffe steigt in Deutschland täglich an. Um dem Problem entgegenzuwirken, haben die Städte Lünen und Dortmund ab sofort ein Messertrageverbot für einen bestimmten Personenkreis eingeführt.
Das Verbot richtet sich an bekannte Straftäter, bei denen wiederholt die Androhung oder der Einsatz von Waffen festgestellt wurde. Insbesondere junge Intensivtäter unter 21 Jahren sowie Personen, die im Rahmen strategischer Fahndungen mit Messern angetroffen wurden, sind betroffen. Eine speziell eingesetzte Taskforce hat bereits über 400 potenzielle Prüffälle identifiziert, von denen rund 108 überprüft wurden. In 55 Fällen wurden Anhörungen verschickt.
„Die Messer müssen von der Straße!“
Polizeipräsident Gregor Lange warnt vor schwerwiegenden Gewalttaten im Zusammenhang mit Messern: „Die Hemmschwellen für den Einsatz von Waffen sind gesunken. Konflikte werden immer häufiger nicht nur verbal oder mit Fäusten, sondern mit Waffen ausgetragen“, erklärte Lange. Und weiter: „Die Messer müssen von der Straße!“

Auch bereits straffällige Jugendliche sind von dem Verbot betroffen.
Die Polizei wird die Verbotsverfügungen nicht per Post verschicken. Stattdessen werden Bezirksbeamte die betroffenen Personen persönlich aufsuchen, die Verfügungen übergeben und dabei auch eine Gefährderansprache durchführen. Minderjährige Straftäter werden zudem im Beisein ihrer Erziehungsberechtigten angesprochen.
Nicht nur Messer sind verboten
Das Verbot umfasst nicht nur Messer, sondern auch andere gefährliche Gegenstände wie Äxte, Baseballschläger und Tierabwehrspray.
Bei Verstößen gegen das Verbot drohen Bußgelder in Höhe von 250 Euro, die bei Wiederholung auf 500 Euro ansteigen können. Letztlich kann auch Erzwingungshaft verhängt werden.

Das Verbot umfasst nicht nur Messer, sondern auch andere waffenartige Gegenstände.
Verstärkte Kontrollen zur Durchsetzung des Verbots
Die Polizei Dortmund plant neben dem Verbot, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen in Schulen zu treffen. „Alle gesellschaftlichen Akteure, insbesondere Eltern, Schulen, Sportvereine und Jugendeinrichtungen, müssen zusammenarbeiten, um das Tragen von Messern im öffentlichen Raum zu verhindern“, betonte Lange.
Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Konzepts der Dortmunder Polizei, das neben erhöhter Präsenz und Kontrolle auch Ermittlungen im Hintergrund vorsieht, um der Gewaltkriminalität entgegenzutreten.
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