Empörung über WDR: Hunderttausende Euro für Designer-Möbel
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Die Umbaukosten für das WDR-Filmhaus in Köln, das momentan für 240 Millionen Euro saniert wird, sprengen bei Weitem den ursprünglichen Kostenrahmen. Nun sorgen teure Designermöbel für scharfe Kritik – denn die angegebenen Luxus-Stücke haben saftige Listenpreise. Wie vernünftig gehen die Öffentlich-Rechtlichen mit Geld um?
Der WDR steht derzeit heftig in der Kritik: Im Zuge der Renovierung des Kölner Filmhauses sucht der öffentlich-rechtliche Sender per Ausschreibung 2700 Möbelstücke, darunter auch edelste Lounge-Sessel von „Fredericia“ für 4.499 Euro pro Stück. Insgesamt will der WDR 36 dieser Sessel kaufen. Addiert man den reinen Kaufpreis ohne Rabatte wären das 161.964 Euro. Ein anderes Beispiel ist ein Lounge-Sessel von Vitra, der laut Internetseite der Firma 2.920 Euro pro Stück kostet – und der WDR braucht 32 Exemplare. Insgesamt wären das 93.440 Euro. Dieses Vorgehen sorgte bei Politik und Medien für große Empörung. Dem WDR wird vorgeworfen, die Gebührenzahler mit Luxusausgaben zu belasten.

Blick auf den Neubau des WDR-Filmhauses.
„Ein Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler“
Gregor Golland, CDU-Vize-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag und Mitglied des WDR-Rundfunkrates, sprach unterdessen von einem „Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler“. Auch Ralf Witzel, FDP-Vizefraktionschef im NRW-Landtag, zeigte sich empört: „Der WDR liefert nun selbst wieder die besten Argumente, warum wir unbedingt gegen Erhöhungen des Pflichtbeitrags stimmen müssen. Wir fordern stattdessen Aufklärung über die Geldverschwendung“. Witzel fordert die schwarz-grüne Landesregierung von Hendrik Wüst (CDU) dazu auf, Stellung zu beziehen: „NRW-Medienminister Nathanael Liminski muss sich im Medienausschuss des Landtags NRW zu den Vorgängen beim WDR erklären“.
AfD kritisiert „Luxussanierung“
Auch Sven Tritschler, medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion NRW, ist über die Luxus-Exzesse erbost: „In Zeiten, in denen viele Bürger jeden Cent umdrehen müssen und viele um ihren Arbeitsplatz fürchten, gönnt sich der WDR eine Inventarliste, die man von einem russischen Oligarchen erwartet, aber nicht von einem zwangsfinanzierten Lokalsender. Damit hat der WDR seinen Schlesinger-Moment.“
„Die neugewählte Intendantin Vernau sollte schleunigst ihre prunk- und luxussüchtigen Mitarbeiter zurückpfeifen und diese spätrömische Dekadenz beenden. Mit den Zwangsgebühren der Bürger muss sorgfältig umgegangen werden. Es ist an der Zeit, endlich den ÖRR zu reformieren und die Bürger durch massive Senkung des Beitrags zu entlasten. Das sich nun ausgerechnet CDU und FDP an dieser Stelle künstlich empören, ist mehr als durchsichtig. Sie haben jeden einzelnen AfD-Vorschlag zur Reform des WDR blockiert und selbst nichts eingebracht.“
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