Zahlreiche Tote bei Flugzeugabsturz in Washington: Flugzeug kollidiert mit Militärhelikopter
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- Über der US-Hauptstadt Washington sind in der Nacht zum Donnerstag ein Passagierflugzeug und ein Militärhubschrauber zusammengestoßen.
- Das Passierflugzeug mit 64 Personen an Bord befand sich gerade auf dem Landeanflug auf den Ronald Reagan Washington National Airport.
- Beide Maschinen sind in den Potomac River gestürzt, Einsatzkräfte konnten inzwischen zahlreiche Leichen bergen.
Der Sender CBS meldete rund zweieinhalb Stunden nach dem Zusammenstoß, dass laut Polizeiangaben bislang mehr als ein Dutzend Todesopfer aus dem etwa null Grad kalten Wasser geborgen wurden.

Zahlreiche Rettungswagen befinden sich an der Unglücksstelle.
American Airlines erklärte gegenüber dem Sender CNN, an Bord hätten sich 60 Passagiere und vier Crew-Mitglieder befunden. Das betroffene Flugzeug war eine Bombardier CRJ700, welche von PSA Airlines im Auftrag von American Airlines auf dem Weg von Wichita, Kansas, nach Washington DC war.
Der Hauptstadtflughafen wurde nach dem Flugzeugunglück gesperrt, er soll erst am Donnerstag gegen 11 Uhr Ortszeit wieder öffnen. An Bord des Sikorsky H-60 Black Hawk Helikopters sollen sich drei Soldaten befunden haben.
Derzeit arbeiten etwa 300 Einsatzkräfte an einer Such- und Rettungsaktion am Potomac River, erklärte John A. Donnelly Sr., Chef der Feuerwehr und des Rettungsdienstes von Washington, auf einer Pressekonferenz am Reagan National Airport.

Der kleine Regionaljet CRJ700 von Bombardier
„Um 20.58 Uhr trafen die ersten Einheiten am Einsatzort ein, fanden ein Flugzeug im Wasser vor und begannen mit den Rettungsmaßnahmen. Dieser Vorfall hat sich ausgeweitet“, sagte er. Der erste Alarm sei um 20.48 Uhr ausgelöst worden.

Ein Rettungsboot bei der Suchmission nach Personen.
Fehler vermutlich durch Helikopter-Piloten
„Es ist eindeutig, wenn man sich den Flugverlauf des Flugzeugs und die Funksprüche anhört, dass der Helikopter auf den Abstand zum Flugzeug hingewiesen wurde“, sagt ein Luftfahrtexperte gegenüber CNN. „Das wird einer der Bereiche sein, welche die Ermittler genau anschauen werden. Was sorgte dafür, dass die Helikopter-Piloten sich nicht an die Anweisungen hielten?“ Zum Zeitpunkt der Kollision war der Black Hawk auf einem Trainingsflug.

Helikopter und Flugzeuge auf verschiedenen Frequenzen
Der Experte fügt hinzu, dass es am Washington Tower noch eine Besonderheit gibt: In der Luft kommunizieren Flugzeuge und Helikopter auf verschiedenen Frequenzen mit dem Fluglotsen im Tower. „So war es wahrscheinlich in diesem Fall so, dass der Black Hawk mit dem Tower kommunizierte und, dass der Flug 5342 mit dem Tower auf einer anderen Frequenz sprach.“ Der Crash könnte also in einer „Barriere der gegenseitigen Aufmerksamkeit zwischen den Piloten entstanden sein“.
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