Frau in Hannover von Jugendlichen in Gleisbett getreten: Warum verschweigt die Polizei das Aussehen der Täter?
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Es ist ein Fall, der fassungslos macht: Drei Jugendliche prügeln und treten auf eine 56 Jahre alte Frau ein, bis sie zu Boden geht und machen anschließend so lange weiter, bis sie im Gleisbett liegt. Die Frau wurde schwerverletzt in eine Klinik gebracht. Ursache für den Gewaltexzess soll ein Streit gewesen sein. Aus einer Pressemitteilung der Polizei Hannover wird klar, wie wenig die Ermittler zehn Tage später wissen.
Die Täter nutzten kein Messer oder Werkzeug – sie schlugen einfach so lange auf ihr 56-jähriges Opfer ein, bis es zu Boden ging. Danach stoppten die Jugendlichen nicht, sie traten die Frau so lange, bis sie ins Gleisbett fiel. Zeugen warnten den Fahrer der einfahrenden U-Bahn, dieser konnte den Zug noch rechtzeitig stoppen. Die Täter flüchteten – die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Totschlags.
Der Vorfall ereignete sich in einer U-Bahn-Station, die, wie viele andere auch, mit Kameras ausgestattet ist und zum Schutz der Bürger mitfilmt. Auf NIUS-Anfrage bestätigt die Polizei Hannover, dass Videomaterial von den Tatverdächtigen vorliegt und Gegenstand der Ermittlungen ist.

An diesem U-Bahnhof schlugen Jugendliche vor etwa zehn Tagen eine 56-jährige Frau zusammen.
Aktuell fahndet die Polizei nach drei Tatverdächtigen:
- Einer der Täter ist etwa 14 Jahre alt und circa 1,75 Meter groß. Er war zur Tatzeit mit einer blauen Hose mit weißen seitlichen Streifen, einer schwarzen Kapuzenjacke und schwarzen Schuhen bekleidet. Auf NIUS-Anfrage, ob es neue Erkenntnisse zum Tatverdächtigen gibt, verneinte die Polizei und verwies auf eine Pressemitteilung, in der nur die Kleidung des Täters beschrieben wird. Selbst bei wiederholter Nachfrage wollte die Polizei nicht mal die Farbe der Haare des Tatverdächtigen verraten.
Der zweite Tatverdächtige:
- Sein Komplize ist etwa 14 bis 16 Jahre alt und war zur Tatzeit mit einer grauen/beigen Hose und weißen Schuhen bekleidet. Dazu trug er ein graues Oberteil mit schwarzen Längsstreifen an den Ärmeln und darüber eine schwarze Weste. Auf NIUS-Anfrage, ob es neue Erkenntnisse zum zweiten Tatverdächtigen gibt, verneinte die Polizei und verwies erneut auf die Pressemitteilung. Selbst bei wiederholter NIUS-Anfrage zu den Tatverdächtigen möchte sich die Polizei nicht äußern. Weitere Äußerlichkeiten wollte die Polizei nicht mitteilen.
Der dritte und letzte Tatverdächtige:
- Der dritte unbekannte Mann, der bei der Tat ebenfalls anwesend war, ist auch etwa 14 Jahre alt, war mit einer blauen Jeanshose, einer schwarzen Jacke mit silberfarbenen Reißverschluss und Brusttasche (ebenfalls mit Reißverschluss) bekleidet und trug eine schwarz-weiße Basecap. Auch auf erneute NIUS-Anfrage gab die Polizei Hannover keine weiteren Informationen zu den tatverdächtigen Jugendlichen raus, die zur Fahndung helfen könnten.
Wieso macht die Polizei das?
Die Polizei verschweigt das Aussehen der Tatverdächtigen, obwohl es Videoaufnahmen der vermeintlichen Täter geben soll. Die Antwort ist ganz einfach: Die Polizei schützt eher die Täter als die Opfer, denn solange die Tatverdächtigen nicht aus dem Verkehr gezogen wurden, sind sie eine Gefahr für die Menschen. Bemerkenswert ist auch, dass 11 Tage nach der Tat der Ermittlungsstand nicht vorangeschritten ist. Auf wiederholtes Anfragen wollte sich die Polizei Hannover nicht zu Äußerlichkeiten der Tatverdächtigen äußern, nicht einmal zur Haarfarbe.
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