Mehr Messer, mehr Sexualdelikte mehr Gleis-Schubser: Gewalt-Explosion an deutschen Bahnhöfen
Die Gewalt an deutschen Bahnhöfen explodiert! 2022 gab es 28,4 Prozent mehr Gewalttaten im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Das zeigt das Geheimdokument „Gewaltdelikte auf Bahnanlagen im Jahr 2022“, über das die Bild berichtet.
Mehr als 17.000 Tatverdächtige für Gewaltdelikte gab es 2022 – das entspricht zwei Gewaltdelikten pro Stunde, etwa 50 am Tag. 2019 waren es noch 14.200. Dabei auffällig: Etwa bei Körperverletzungen stellen Nicht-Deutsche mit ca. 5800 Tatverdächtigen rund 47 Prozent – das entspricht einer deutlichen Überrepräsentierung.
Alarmierend: „Der Einsatz von Messern und anderen gefährlichen Gegenständen stellt in der Gesamtbetrachtung (2022–2019) ein zunehmendes Problemfeld dar“, zitiert die Zeitung aus dem Lagebericht.

Ein Bundespolizist kontrolliert im Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen einen Mann.
So haben sich laut Bild-Bericht die Zahlen der Gewalttaten verändert:
▶︎ 14.155 Fälle von Körperverletzung (2019: 11.600, + 22 Prozent)
▶︎ 1693 Fälle von Sexualdelikten (2019: 1184, + 42 Prozent)
▶︎ 1150 Fälle tätlicher Angriffe auf Vollstreckungsbeamte (2019: 914, + 26 Prozent)
▶︎ 708 Fälle von Raub oder Erpressung (2019: 299, + 31 Prozent)
▶︎ 432 Fälle von Messer-Einsatz (2019: 299, + 44,5 Prozent)
▶︎ 78 Fälle absichtlichen Stoßens auf die Gleise (2019: 60, + 30 Prozent)
Die größten Gewalt-Hotspots sind dabei die Hauptbahnhöfe von Hamburg, Hannover und Nürnberg sowie von Frankfurt/Main, Berlin, Köln, München, Dortmund, Leipzig und Düsseldorf. Einen heftigen Gewaltanstieg verzeichnete die Bundespolizei während der Zeit des 9-Euro-Tickets, vor allem abends und an den Wochenenden. Dabei stieg die Zahl der Gewalttaten an Bahnhöfen in diesen Sommermonaten um 31 Prozent, in Regional- und Nahverkehrszügen sogar um 46 Prozent.

Bundespolizei-Gewerkschafter Manuel Ostermann.
Bundespolizei-Gewerkschafter Manuel Ostermann sagte der Zeitung: „Die Zahlen sind erschreckend und die Menschen meiden diese Orte. Wir brauchen zwingend die 3500 zusätzlichen Beamte für den bahnpolizeilichen Bereich, um dieser Entwicklung spürbar entgegentreten zu können.“
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