Horror-Erdbeben südlich von Marrakesch: Mehr als 1300 Tote in Marokko
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Marokko ist am Freitag von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden.
Die Zahl der offiziell erfassten Toten nach Behördenangaben ist auf 1305 gestiegen. Mindestens 1832 weitere Menschen wurden verletzt, wie aus Zahlen des marokkanischen Innenministeriums vom Samstagabend hervorging. Das Beben in der Nacht auf Samstag war das tödlichste seit mehreren Jahrzehnten in Marokko. Es ereignete sich in der Nähe von Marrakesch und war auch in Rabat und Casablanca zu spüren.
Die US-Erdbebenwarte USGS teilte mit, das Beben habe eine Stärke von 6,8 gehabt und sich in einer Tiefe von 18,5 Kilometern gut 70 Kilometer südwestlich von Marrakesch und 60 Kilometer nordöstlich der Stadt Taroudant ereignet. Das Epizentrum habe im Atlasgebirge gelegen. Es ist das erste Mal seit einem Jahrhundert, dass ein derart starkes Erdbeben in Marokko registriert wurde.

Ein zerstörtes Gebäude am Samstag nach dem Erdbeben.
Jonathan Stewart, Professor für Bau- und Umwelttechnik an der Universität von Kalifornien in Los Angeles, erklärte gegenüber CNN, dass er angesichts der Stärke des Bebens von 6,8 mit mehreren starken Nachbeben rechnet. Eine weitere, wenn auch sehr unwahrscheinliche Möglichkeit sei, dass das Beben vom Freitagabend ein Vorläufer eines noch stärkeren Bebens gewesen sei.

Menschen suchen auf der Straße Zuflucht.
Stewart sagte, dass das Beben zwar 30 Mal schwächer war als das Beben der Stärke 7,8, das die Türkei Anfang des Jahres erschütterte, dass es aber dennoch „eine enorme Energiemenge“ freigesetzt habe und wahrscheinlich erhebliche Schäden anrichten würde.

Die Zahl der Todesopfer stieg auf über 630 Personen.
Bilder und Videos aus sozialen Netzwerken zeigen zerstörte Gebäude in Städten und auf den Straßen sitzende Menschen. Medienberichten zufolge wurden auch historische Wahrzeichen beschädigt.

Zerstörte Gebäude in Marrakesch.
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