Impf-Opfer klagt an: „Wir Impfgeschädigte sollen zu Hause vor uns hinsterben“
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Dr. Ina Berninger ist dreimal geimpft und leidet seitdem an einem ärztlich diagnostizierten Impfschaden. In einem Interview mit dem Online-Magazin Multipolar schildert sie ihre Erfahrungen mit der Ärzteschaft, die wie ein „Schweigekartell“ arbeite, wenn es um die Corona-Impfungen geht: „Wir Impfgeschädigte werden hin- und hergeschoben, nach dem Motto: Beschwert euch nicht und sterbt zu Hause vor euch hin.“
„Andere Betroffene, die schwer an ME/CFS (Chronisches Fatigue-Syndrom) erkrankt sind, könnten so ein Interview gar nicht führen“, so Berninger, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Köln arbeitet. „Manche sind so schlimm krank, dass einem schlecht wird. Ihnen wird nicht geholfen, und es wird so gut wie nicht darüber berichtet. Das passiert vor unseren Augen, und es hätte jeden treffen können, der geimpft ist.“
Ihre Hausärztin meldete ihren Fall an das Paul-Ehrlich-Institut, mit einer unzureichenden Diagnose: als „Nervenschmerzen“. Es ist nicht ihre finale Diagnose, die erst später durch eine Biopsie festgestellt wurde: „Ein großes Problem“, so Berninger. „Denn bei allen, die diese neuropathischen Symptomatiken haben, Schmerzen, Missempfindung, Brennen, etc. wurde das bislang in den Berichten des Paul-Ehrlich-Instituts als ‚kurzfristige Angstreaktion‘ interpretiert“. Das sei gleich doppelt falsch, so Beringer, denn ihre Leiden sind erstens nicht kurzfristig und zweitens keine Angstreaktion. „Ich habe tatsächliche Organ-Schäden“, so die Impfgeschädigte.
Impfschaden wird als „eher psychosomatisch“ abgetan
So blieb ihr Impfschaden bis heute ungemeldet. Seit September 2023 liegt Berningers Diagnose vor: Small-Fiber-Neuropathie, und das chronische Erschöpfungssyndrom ME/CFS. Von der Post-Covid-Ambulanz der Uniklinik Marburg, die Anfang 2022 – ein Jahr nach Beginn der Corona-Impfkampagne – eingerichtet wurde, wurde ihr diagnostiziert: „Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von Covid-19-Impfstoffen“. Die Marburger Ambulanz, bei der sich Impfgeschädigte melden, läuft „unter Volldampf“, wie es auf ihrer Website der Uniklinik heißt.

Dr. Bernhard Schieffer ist Leiter der Marburger Post-Covid-Ambulanz, die sich speziell um Impfschäden kümmert.
Das Infektionsschutzgesetz schreibt vor, den „Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung“ zu melden. Die Ausrede, die sich auch Berningers Ärztin zu eigen machte, hört man im Zusammenhang mit Impfschäden immer wieder. Auch ihre Probleme wurden „eher als psychosomatisch“ abgetan. Berninger informierte das zuständige Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen über die nicht erfolgte Meldung ihres Impfschadens. Das Ministerium kündigte an, den Sachverhalt prüfen zu wollen, meldete sich aber nicht zurück.
Ein ärztlicher Einschüchterungsversuch
„Das war im November 2023. Das bedeutet für mich, das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen nimmt billigend in Kauf, dass gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen wird, und zwar von Ärzten einer Uniklinik, die auch vom Land finanziert wird“, so Berninger. Doch damit nicht genug. Schriftlich warf ihre Ärztin Beringer vor, von ihr in den sozialen Medien diffamiert worden zu sein. Laut ihrem Rechtsstand hat so etwas Methode: Es sei ein „klassisches Vorgehen, das man öfter in der Justiz erlebe. Der Gegner wird mit latenten Drohungen eingeschüchtert, damit er sich zurückzieht und keine Beschwerden mehr schreibt.“

Die Long Covid-Erkrankung ist unter mehreren Namen bekannt.
All dies geschieht vor dem Hintergrund, dass inzwischen nicht mehr von der Hand zu weisen ist, dass die Erfassung von Impfschäden durch Corona-Impfstoffe unzulänglich ist. Ärzte, die in der Coronapandemie unkritisch geblieben sind, bringt das freilich in eine unangenehme Situation ...
Andererseits wurden sie auch in einen repressiven Konsens gedrängt. Dr. Ina Berninger dazu:
„Ich kann die Furcht der Ärzte allerdings auch verstehen. Viele, die sich hervorgewagt und etwas anderes als die offizielle Meinung vertreten haben, wurden diffamiert, mitunter ihrer Existenz beraubt. Es ist nach wie vor ein Tabuthema, auch im Bekanntenkreis. Es ist vielen unangenehm, man ist selbst geimpft und will sich gar nicht ausmalen, was hätte passieren können. Man müsste viel hinterfragen, und das wollen die meisten nicht. Ich werde immer noch erschrocken angeguckt, wenn ich das Thema Aufarbeitung anspreche. Die Bevölkerung müsste aber ihren Unmut zeigen, damit von ‚oben‘ nicht mehr geblockt wird. Diejenigen, die jetzt in den Ämtern sitzen, haben das alles mitzuverantworten. Aber Aufarbeitung hieße, man müsste zugeben, richtig Scheiße gebaut zu haben, sehr salopp formuliert.“
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