Innenministerin zu Messer-Terror von Solingen: Statt zu handeln, warnt Faeser mal wieder vor „Hass“
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Nach dem blutigen Messer-Anschlag in Solingen am Freitagabend besuchten Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Samstagnachmittag die sogenannte „Klingenstadt“.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser appellierte vor Ort an die Menschen: „Wir lassen uns in solchen Zeiten nicht spalten, sondern stehen zusammen und lassen es auch nicht zu, dass ein solch' furchtbarer Anschlag die Gesellschaft spaltet“, sagte die SPD-Politikerin bei einem Besuch in Solingen. Die Gesellschaft müsse gerade in solch schweren Stunden zusammenstehen. Von jenen, die jetzt Hass säen wollten, dürfe man sich nicht beeindrucken lassen, betonte Faeser. Sie sicherte dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Solingen die Hilfe der Bundesbehörden zu.
Offenbar ist die größte Sorge der Innenministerin nach dem Terror-Anschlag, bei dem ein arabisch aussehender Mann laut Zeugen „Allahu Akbar“ gerufen hat, dass die Tat instrumentalisiert werden und mit ihr Hass gesät werden könnte. Und das, obwohl ist sie qua Amt für die Sicherheit der Bevölkerung zuständig. Auf eine Verurteilung von islamistischem Terror wartete man am Samstagnachmittag vergebens.

Innenministerin Nancy Faeser (SPD), NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bezeichnete die Tat bei dem Termin als „Terrorakt“: „Dieser Anschlag hat unser Land ins Herz getroffen, dieser Anschlag sollte Terror verbreiten“, sagte der Regierungschef. „Das ist ein Akt des Terrors, ein Akt des Terrors gegen die Sicherheit und Freiheit unseres Landes und auch gegen die Art, wie wir hier leben“, erklärte er. Nordrhein-Westfalen wanke nicht. „Wir werden uns nicht erschüttern lassen von Terror und Hass. Wir werden unsere Art zu leben verteidigen“, betonte er.

NRW-Innenminister Herbert Reul.
Reul bittet Bevölkerung um „Zeit und Ruhe“
NRW-Innenminister Herbert Reul zeigte wenig Verständnis für das Bedürfnis der Bevölkerung, mehr über die Hintergründe der Tat zu erfahren. Er bat die Bevölkerung, „dass Sie denen, die jetzt die Arbeit machen müssen – der Täter muss gefunden werden -, dass Sie denen auch die Zeit und die Ruhe lassen und wir alle uns ein bisschen zurücknehmen, einschließlich meiner Person, zu spekulieren, was könnte sein, was wäre, was ist halb richtig, was ist dreiviertel richtig. Das ist viel zu früh.“

Vor den Statements besuchten die Politiker den Tatort.
Auf dem Gelände bot sich den Besuchern nach dem Anschlag ein Bild des Grauens:
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