Innensenatorin schiebt Schuld für Ausschreitungen auf die Freibäder
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- Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sieht die Ursache für die zunehmende Gewalt in deutschen Freibädern auch bei den Bäder-Betrieben, Vergehen würden nicht konsequent genug verfolgt werden
- Bäder-Betriebe beklagen indes Personalmangel und sprechen von „psychischem Terror“, der auf das Personal durch die Badegäste ausgeübt werden würde
- Täterklientel wird nicht benannt
Deutschlands Freibäder sind nicht mehr sicher. Immer wieder kommt es zu wilden Prügeleien und Tumulten. Das Berliner Columbiabad wurde am vergangenen Sonntag nach einer erneuten Auseinandersetzung, bei der auch das Freibad-Personal zwischen die Fronten geriet, sogar geschlossen und bleibt es auch vorerst. Grund: Personalmangel. Kein Einzelfall, wie der Chef der Berliner Badebetriebe, Johannes Kleinsorg, sagt.
Es folgt ein Brandbrief der Mitarbeiter über die unhaltbaren Zustände in dem Neuköllner Freibad. Von bewusstem psychischen Terror ist hier die Rede. Angst, Gewalt und Zerstörung seien an der Tagesordnung.
Am Dienstagabend dann die Zusammenkunft von Polizei, Bäder-Betrieben, Sozialvereinen und Vertretern der Innenverwaltung, um zu schauen, wie es weitergeht und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Einsicht bei den zuständigen Politikern sucht man jedoch vergebens. Stattdessen greift Innensenatorin Iris Spranger (SPD) die Bäder-Betriebe an! Diese würden nicht konsequent genug gegen aggressive Badegäste vorgehen. Es würde nicht einmal bei jedem Vorfall eine Strafanzeige bei der Polizei gestellt.
Bäder-Mitarbeiter beklagen Überlastung und Personalmangel
Das Personal weist die Schuld von sich. Es fehle schlicht die Zeit, Strafanzeigen zu erstatten. Auch Hausverbote seien angesichts des Personalmangels kaum zu kontrollieren. Die Sicherheitsdienste seien zudem nicht ausreichend qualifiziert, um diese Aufgaben zu übernehmen. Zumindest stellenweise patroulliert deshalb schon die Polizei in Freibädern.
Spranger hält dennoch an einer konsequenteren Verfolgung von Delikten fest – zur Not auch mit polizeilichen Maßnahmen. Es liege auf der Hand, dass „eine unmittelbare Intervention erforderlich“ sei. Und: „Wo viele Menschen sind, gibt es auch viel Konfliktpotenzial.“

Kein Wort zur Täterklientel. Kein Wort darüber, dass die Zustände in deutschen Freibädern in den letzten Jahren immer schlimmer geworden sind. Stattdessen wird so getan, als seien Tumulte und Schlägereien schon immer ein Problem gewesen.
Es scheint, als traue man sich in der Politik noch immer nicht, das Kind beim Namen zu nennen. Zu groß ist die Angst vor eine erneuten öffentlichen Debatte über die Migration und ihre Konsequenzen.
Fakt ist jedoch: Die Debatte läuft auch ohne Politiker wie Iris Spranger, die von ihrer Verantwortung für die Zustände in deutschen Freibädern ablenken wollen, indem sie anderen den schwarzen Peter zuschieben.
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