Irre! Grüne halten sich für die „neuen Juden“
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- Grünen-Urgestein Bernd Schreyer (72) vergleicht Kritik an seiner Partei mit der Verfolgung der Juden im Nationalsaozialismus.
- Rechte hätten gegen Grüne „aufgewiegelt“ als seien sie die neuen Juden, die "ausgemerzt" werden müssen, so Schreyer auf Twitter,
- Den Twitter-Kommentar löscht er nach kurzer Zeit, verteidigt seine Worte aber gegenüber Kritikern.
Der Tweet war so daneben, dass er nach ein paar Stunden wieder in der Versenkung verschwand. Doch die Zeit reichte aus, um eine Welle der Empörung auszulösen! Der Münchener Grünen-Stadtrat Bernd Schreyer hatte seine Partei auf Twitter als die „neuen Juden“ bezeichnet, Kritik an grüner Politik mit der Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus gleichgesetzt, von „Ausmerzen“ gesprochen – einfach unfassbar!

Das ist passiert: Am frühen Sonntagabend setzte Schreyer, Gründungsmitglied der Grünen, folgenden Tweet ab: „Es tut mir leid, dass ich das sagen muss. Aber ich habe mir mal die Flut an Kommentaren von sogenannten ‚bürgerlich konservativen‘ und ‚rechtsextremen‘ ‚Meinungen‘ angesehen. Obwohl es nie ein Heizungsverbot gab, ist es gelungen so gegen Grüne aufzuwiegeln, als seien sie die ‚neuen Juden‘, die ‚ausgemerzt‘ werden müssen, um Deutschland wieder alles Glück und Wohlstand zu bringen.“
Die empörende Verharmlosung des Holocaust reicherte Schreyer manipulativ mit Nazi-Vokabular („die ausgemerzt werden müssen“) an – was für eine Entgleisung! Fast umgehend prasselte Kritik auf Schreyer nieder. Eine Userin schrieb: „Furchtbare Kommentare und auch die Ermordund von Lübcke sind nicht annähernd das Gleiche wie ein systematisch durchgeführter Genozid."

Schreyer verteidigte seinen Vergleich zunächst, als sich immer mehr Menschen in den Kommentaren darüber empörten, löschte er den Tweet schließlich. Um sogleich zu behaupten, dass man seine Worte „fehlinterpretiert“ hätte...
„Es gab eine Zeit in den 20ern, weit vor dem Holocaust", schreibt Schreyer am späten Sonntagsabend. „Aber lassen wir das. Sie verstehen mich schon. Aber ich habe Verständnis, dass es fehlinterpretiert werden kann, deshalb habe ich den Tweet gelöscht.“
Bei den Grünen in München ist man über die Ausfälle des Gründungsmitglieds „zutiefst entsetzt“, wie der Fraktionschef der Rathaus-Grünen, Dominik Krause (32), gegenüber BILD erklärte. Man distanziere sich von den Äußerungen „aufs Schärfste“. Es solle ein gespräch mit Stadtrat Schreyer stattfinden und mögliche Konsequenzen besprochen werden.
Sozialpädagoge Schreyer ist ein Urgestein der Münchner Grünen: Er hat die Partei in der bayerischen Landeshauptstadt mitgegründet, sitzt bereits zum zweiten Mal im Stadtrat. In den 90iger-Jahren war er Vorsitzender des grünen Landesverbands in Bayern.
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