„Jugendliche schießen auf alles, was sich bewegt“ +++ Pyro-Randale +++ Polizei attackiert +++ Die Bilanz der Silvester-Nacht +++
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Böller, Molotowcocktails, Hunderte Festnahmen
Bereits eine Stunde nach Mitternacht hatte die Berliner Polizei mehr als 200 Festnahmen gemeldet, oft ging es um lebensgefährliche Böllerei mit massivem Feuerwerk. „Diverse Angriffe mit Pyro, Schreckschuss & Flaschen auf Einsatz- und Rettungskräfte“, twitterte die Einsatzzentrale auf X.
Am Alexanderplatz wurden aus einer Gruppe von Hunderten Menschen Böller auf die Beamten geworfen. Die Polizei musste die Gruppe auseinandertreiben und auf Feuerwerk kontrollieren. Auf X hieß es: „Aus einer ca. 200-köpfigen Gruppe, die sich an den Rathauspassagen aufhielt, wurden unsere Einsatzkräfte mit Pyro beschossen.“

Polizisten in der Silvesternacht auf der Neuköllner Sonnenallee
Auch in Neukölln kam es zu Szenen, die an das Vorjahr erinnerten: Autos wurden mit Feuerwerkskörpern beschossen, auch Polizei- und Rettungsfahrzeuge wurden getroffen, wie die Polizei mitteilte. Polizisten wurden mit Raketen und anderer Pyrotechnik beschossen.
Mitten in der Nacht meldete die Polizei eine Gefahrenlage in Lankwitz, dort schossen Jugendliche mit Raketen „auf alles, was sich bewegt“.
Polizeirevier angegriffen, brennende Barrikaden
Im Leipziger Stadtteil Connewitz wurde eine Polizeiwache von linksextremen Chaoten angegriffen, Gegenstände geworfen, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Etwa 3000 Linke hatten sich bereits gegen Mitternacht auf einer Kreuzung versammelt und Pyrotechnik entzündet. Barrikaden aus Müll und Baustellenabsperrungen wurden gebaut und in Brand gesetzt. Die Polizei rückte auch hier mit Wasserwerfern an, um zu löschen.

Wasserwerfer in Leipzig-Connewitz. Hier wütete ein linksextremer Mob, bedrohte Polizisten, attackierte ein Polizeirevier.
Mehr Verdächtige in Gewahrsam nach Kölner Terroralarm
Nach einem Terroralarm ist der Jahreswechsel am Kölner Dom unter hohen Sicherheitsmaßnahmen gefeiert worden. Groß war die Sorge vor einem Zwischenfall. Ein Anschlag habe mit einem Auto verübt werden sollen, sagte der Kölner Polizeipräsident Johannes Hermanns. Es habe sich herausgestellt, dass der schon an Heiligabend in Gewahrsam genommene Tadschike Teil eines größeren Netzwerkes sei, das sich auch auf andere Bundesländer und andere europäische Staaten erstrecke.

Polizeieinsatz in Duisburg. Die Beamten nahmen in ganz Deutschland Hunderte Randalierer fest.
Unter massivem Polizeischutz zelebrierte Kardinal Rainer Maria Woelki dann am Abend die gut besuchte Silvester-Messe. „Ich danke unseren Sicherheitskräften, die schon in den Tagen vor Weihnachten damit begonnen haben, diese Kathedrale zu schützen und auch uns zu schützen, damit wir Gottesdienst feiern können und das Grundrecht der freien Religionsausübung auch in unserem Land weiter gewährleistet bleibt“, sagte Woelki zu Beginn der Messe.
Schwerste Unfälle mit privatem Feuerwerk
Trotz aller Warnungen kam es auch wieder zu schweren Unfällen mit Feuerwerk. In Koblenz endete das in einem Fall sogar tödlich: Ein 18-Jähriger starb am Sonntagabend beim Zünden eines Böllers, wie die Polizei mitteilte. Der junge Mann sei trotz Reanimation an den Folgen der Explosion gestorben. Die Ermittlungen zu den Umständen dauerten an. Die Polizei wollte zunächst keine weiteren Angaben zu dem Vorfall im Stadtteil Rübenach machen. Die Polizei rief abermals zum vorsichtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern auf.

Zehntausende Menschen feierten auf der Hamburger Reeperbahn, die Polizei musste die Menschen mit einem massivem Aufgebot schützen.
Die Berliner Polizei teilte mit, ein 40-Jähriger habe beim Zünden einer Signalrakete im Ortsteil Kaulsdorf eine Hand verloren. Unmittelbar nach der Zündung sei die Rakete in seiner Hand explodiert. Bei einer Durchsuchung sei weitere Pyrotechnik bei ihm gefunden und beschlagnahmt worden.
Nach jahrelanger Corona-Pause wieder Höhenfeuerwerk in Berlin
Vor dem Brandenburger Tor in der Hauptstadt feierten bei der traditionellen Silvesterparty Zehntausende ausgelassen in das neue Jahr. Erstmals seit der Coronakrise gab es dort wieder ein Höhenfeuerwerk. Etwa 45.000 Besucherinnen und Besucher waren trotz zeitweisen Regens und hohen Sicherheitsvorkehrungen zur ZDF-Silvesterparty gekommen.
Zehntausende auf den Straßen in Hamburg und Frankfurt
Auch in Hamburg starteten Zehntausende mit großem Feuerwerk und Party ins neue Jahr 2024. Dicht gedrängt verfolgten die Menschen etwa an den Landungsbrücken das Silvester-Feuerwerk. Rund 8000 Besucher waren allein dorthin gekommen, wie ein Polizeisprecher um kurz nach Mitternacht sagte. An der Reeperbahn seien es 10.000 bis 15.000 Menschen, es strömten aber immer noch weitere nach.
Auch in der Frankfurter Innenstadt wurde gefeiert. Natürlich seien auch wieder Böller und Raketen in Menschenmengen abgefeuert worden, sagte ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen. Die Beamten seien dagegen konsequent vorgegangen.
In der Silvesternacht 2022/2023 hatte es bundesweit Ausschreitungen und Angriffe auf Polizisten sowie Rettungskräfte gegeben, besonders betroffen war Berlin.
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