JVA Burg: Häftling soll während der Besuchszeit seine Ehefrau getötet haben
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In der Justizvollzugsanstalt Burg im Jerichower Land hat ein Häftling möglicherweise seine Ehefrau getötet. Die 35-jährige Deutsche hatte ihren in der JVA einsitzenden Mann am Donnerstag besucht und wurde nach Stunden tot aufgefunden. Gegen den 37 Jahre alten Ehemann wird wegen eines Anfangsverdachts des Totschlags ermittelt.
Den Angaben nach hatte das Opfer den Mann zu einem sogenannten Langzeitbesuch in einem separat dafür gesondert hergerichteten Raum getroffen. Diese sogenannten Liebes- oder Kuschelzellen sollen den Häftlingen Privatsphäre – etwa Beziehungen zu Angehörigen wie Ehepartnern oder Kindern – ermöglichen und werden daher weder optisch noch akustisch von der Stationsleitung überwacht. Da die Frau nach etwa fünf Stunden aufgefunden wurde, erhofft man sich Erkenntnisse über die Todesursache von der Obduktion ihres Leichnams.
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Burg, 2009 in Sachsen-Anhalt eröffnet und mit 637 Insassen das größte Gefängnis des Landes, zählt nach Angaben des Justizministeriums zu den modernsten und sichersten Gefängnissen Deutschlands. Die Frage steht im Raum, wie es in einem Hochsicherheitsgefängnis zu einem solchen Verbrechen kommen konnte.
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, äußerte sich erschüttert. Er versprach eine Untersuchung. Es müsse geprüft werden, ob rechtliche Vorgaben und interne Abläufe in der JVA noch die nötige Sicherheit gewährleisten.
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